"Dein Sohn will den Hof von dir", hörte der alkoholisierte Altbauer Anfang Jänner in einem Gasthaus. Grund genug für den 74-Jährigen, wütend heimzukehren. "Er ging sofort in die Stube, hat sein Jausenmesser geholt und mir zwei Stiche versetzt", sagte der an den Rippen verletzte Sohn aus. Daraufhin habe er den Vater weggeschubst, er müsse beim Fallen mit dem Kopf irgendwo aufgeprallt sein. Der Altbauer hingegen gab an, schon zuvor vom 49-Jährigen einen Schläge auf den Hinterkopf bekommen zu haben. Der Sohn blieb aber bei seiner Version, er habe sich nur nach dem Messerangriff gewehrt (laut Verteidiger Notwehr).
74-Jähriger erlitt unter anderem Schlüsselbeinbruch
Der Sohn räumte aber Tritte gegen den am Boden liegenden Vater ein. Dieser erlitt unter anderem einen Schlüsselbeinbruch und schilderte die Auseinandersetzung dramatisch ("wie wenn mich der Teufel überfallen hätte"). Klar wurde: Der Haussegen in der Familie hängt offenbar schon seit Jahren schief.
Sohn: "Ich will den Hof gar nicht"
Der 49-Jährige beteuerte gestern vor Gericht, dass die Hofübernahme in der Familie gar nie ein Streitthema gewesen sei. "Der Vater meint immer nur, wir seien auf seinen Besitz aus", sagte der Sohn, der die Sommermonate ohnehin ständig im Ausland verbringt. Ein Gutachter soll nun die Verletzungen des 74-Jährigen genau klären. Bis dahin wurde der Prozess vertagt.
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