Rund 70 Prozent der Allergiker in Tirol sind auf Gräser anfällig. Sie stellen neben den Birken das Hauptallergen. Die Blütezeit hat bereits begonnen, doch in den nächsten Tagen können alle Betroffenen etwas aufatmen. "Ab Mittwoch ist kühles und verregnetes Wetter prognostiziert, das über Pfingsten anhält. Daher wird es für Pollenallergiker kaum bis geringe Belastungen geben", weiß Burgi Oeggl-Wahlmüller vom Pollenwarndienst Tirol, Institut für Botanik der Universität Innsbruck.
Sobald jedoch wieder die Sonne scheint und die Temperaturen ansteigen, kommt es beinahe den ganzen Sommer über zu hohen gesundheitlichen Belastungen. Die allergische Reizschwelle kann dann für längere Zeiträume überschritten werden.
Unterschiede zwischen Land und Stadt
Der stärkste Gräserpollenflug tritt im Tagesverlauf ab dem späteren Vormittag auf. Für Allergiker hält die Belastung bis in die frühen Abendstunden an. Dabei existieren Unterschiede zwischen Land und Stadt, wie Oeggl-Wahlmüller erklärt: "Im ländlichen Raum sowie im Umfeld von Mähwiesen treten ab den Morgenstunden hohe Belastungen auf. Innerhalb von städtischen Siedlungsgebieten sind es eher die Nachmittags- und Abendstunden, in denen ein starker Gräserpollenflug vorhanden ist."
Service für Allergiker
Die kostenlose Handy-App des Pollenwarndienstes soll helfen, Beschwerden zu protokollieren und aktuelle Belastungen am Standort des Nutzers zu berechnen. Nähere Informationen unter www.pollenwarndienst.at
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