Laut einer Studie der europäischen Hautkrebsstiftung hat jedes fünfte Kindergartenkind bereits einmal einen Sonnenbrand gehabt. Besonders besorgniserregend, weil dadurch das Risiko steigt, im späteren Leben an Hautkrebs zu erkranken. Doch wie sollten Eltern ihre Kleinen schützen? "Babyhaut ist sehr empfindlich. Melanin, das der Körper zum UV-Schutz bildet, entsteht erst ab dem zweiten Lebensjahr. Davor gilt es daher, Sonne radikal zu vermeiden", meint Christian Kranl, Hautarzt aus Schwaz.
Schatten, Kleidung, richtige Kopfbedeckung
Der beste Schutz für Babys und Neugeborene ist laut dem Experten daher Schatten, Kleidung und die richtige Kopfbedeckung mit ausreichendem Gesichts- und Nackenschutz. Auch Schuhe, die den Fuß vollständig bedecken und Sonnenbrillen hält Kranl für wichtig. "Kinder tragen diese ohnehin gerne, weil sie cool ausschauen", so der Hautarzt.
Kindgerechte Sonnenprodukte
Was Sonnencremes betrifft, sollten Eltern laut Kranl zu kindgerechten Sonnenprodukten mit hohem UVA- und Lichtschutzfaktor (ab 20) greifen. "Auf keinen Fall sollte man für zarte Kinderhaut Sonnengel verwenden. Denn der hohe Alkoholgehalt kann zu Hautirritationen führen", weiß der Unterländer. Auch auf Babyöle sollten Eltern, die mit ihren Sprösslingen im Freien unterwegs sind, nicht zurückgreifen. "Diese machen die sensible Haut noch lichtempfindlicher", sagt Kranl. Das Hautkrebsrisiko trifft natürlich auch auf Eltern zu. Sie sollten in Bezug auf Sonnenschutz mit gutem Beispiel vorangehen und sich eincremen, Hüte tragen und Sonne in der Zeit zwischen 11 und 15 Uhr meiden.
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