Die Paketfirma vermisste heuer zu Jahresanfang fünf Sendungen mit zahlreichen Handys, einem Tablet-PC, einem Blutzuckermessgerät und einer Digitalkamera – Gesamtwert fast 5000 Euro.
Videosystem belastet Angeklagten
Bei den Nachforschungen griff man unter anderem auf das Videosystem im Auslieferungslager zurück. Dort stehen die Zusteller an einem Förderband, nehmen sich die Pakete für ihre Region selbst und scannen diese ein. "Videos erhärteten den Verdacht, dass der Angeklagte Pakete an sich nahm, die nicht zu seiner Region gehören", erklärte der zuständige Qualitätssicherer im Zeugenstand.
Von anderem Kollegen gekauft
Der Angeklagte beteuerte: "Ich habe die Waren um 500 Euro von einem anderen Kollegen zum Kauf angeboten bekommen." Damit, ermahnte ihn die Richterin, würde er diesen Kollegen womöglich verleumden. Der 26-Jährige blieb trotzdem bei seiner Version. Um den belasteten Kollegen – einen bisher zuverlässigen Schichtleiter – als Zeugen zu hören, wurde vertagt.
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