02.04.2006 18:24 |

Zu viele an Bord

Polizei nahm Kapitän des Unglücksschiffes fest

Die Polizei in Bahrain hat den Kapitän des Ausflugsschiffes festgenommen, das am vergangenen Donnerstag vor der Küste des arabischen Königreichs gesunken war. Bei dem Untergang des Schiffes waren in der Nacht zum Freitag mindestens 58 Menschen ums Leben gekommen.

Der Besitzer des Schiffes hatte nach dem Unglück erklärt, der indische Kapitän habe die Passagiere gewarnt, als diese für eine Rundfahrt an Bord gingen, dass das Schiff zu voll sei. Das Schiff war von einer Baufirma für eine Betriebsfeier gemietet worden. Ein Überlebender sagte damals, das Boot sei offenbar gekentert, nachdem es beim Wenden von einer Welle erfasst worden sei.

Lizenz reichte nur für ein „schwimmendes Restaurant“
Die Zeitung „Gulf Daily News“ berichtete in ihrer Ausgabe vom Sonntag unter Berufung auf die Küstenwache, der Besitzer habe für das Schiff nur eine Lizenz als „schwimmendes Restaurant“ gehabt. Maximal hundert Menschen hätten auf dem Boot sein dürfen.

126 statt den maximal zugelassenen 100
Das Schiff hätte aber nicht für Ausflüge vermietet werden dürfen. An Bord waren 126 Menschen gewesen, die meisten von ihnen Ausländer aus Europa, Asien und Südafrika, die in Bahrain leben.