Politikerstreit

Spitalsreferentin will sich ¿wegturnen¿!

Oberösterreich
30.03.2006 19:18
„Da ist nicht alles glücklich gelaufen“, ärgert sich Landeshauptmann Josef Pühringer, dass in der neuen Landes-Frauen- & Kinderklinik 2450 Quadratmeter leer stehen. Aber noch mehr ärgert den VP-Chef, dass sich die SP-Spitals-Landesrätin Silvia Stöger aus ihrer Verantwortung „wegturnt“: „Sie hat allem zugestimmt!“

Die Schuldzuweisungen drehen sich im Kreis: Welche Politiker und welche Manager haben die 100-Millionen-Klinik um 18 Millionen Euro zu groß gebaut? Die Gespag-Chefs begrenzen den Schaden: Die Klinik habe nur 79 Millionen gekostet, zieht man 20 Millionen Finanzierungskosten ab. Und jeder überzählige Quadratmeter koste dann statt 7569 nur 3190 €, zieht man die Brutto- statt der Nettofläche heran. 

Dann gingen 7,8 Millionen Steuereuro für „Raumreserven“ drauf: Zieht weder die AKH-Gynäkologie noch die Gespag-Verwaltung ein, werden Ärzte als Mieter gesucht. „In einem halben Jahr haben wir alles voll“, verspricht Pühringer zuversichtlich, obwohl in Linz Tausende Quadratmeter billigerer Ordinationsflächen leer stehen. 

 

 

 

Foto: Chris Koller

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