02.04.2015 16:43 |

Datensicherung

Tiroler IT-Unternehmen rettete Trauerveranstaltung

Unfassbares Leid mussten unlängst die Eltern eines jungen Tirolers erfahren. Ihr Sohn wurde aus ihrem Leben gerissen. Doch dem nicht genug: Der trauende Vater musste sich auch noch mit einem Computer-Problem beschäftigen. Alle Fotos des Sohnes befanden sich nämlich auf einen PC, der defekt war. Ihm wurde geholfen.

"Der Mann kam mit seinem Computer zu uns, machte einen äußerst niedergeschlagenen Eindruck und wollte wissen, ob eine Datenrettung möglich sei. Konkret ging es um Fotos, die nicht mehr auffindbar waren", erinnert sich Markus Reitshammer, Geschäftsführer von "PCprivat" in Innsbruck. Als klar wurde, dass es sich um die Bilder eines Verstorbenen handelt, die für die Todesanzeige gebraucht werden, machte sich Reitshammer und sein Team sofort an die Arbeit. Innerhalb weniger Stunden konnten die Daten wiederhergestellt werden und die Todesanzeige noch am selben Tag gedruckt und verschickt werden. "Zum Glück konnten wir dieser Familie helfen und damit die Trauerveranstaltung retten", meint der IT-Experte. "Aber es zeigt auch, wie schnell wichtige Daten verloren gehen können."

140 seitige Diplomarbeit plötzlich unauffindbar

Ein ähnliches Schicksal mit keinem derart traurigen Hintergrund erfuhr auch eine Lehramtsstudentin der Uni Innsbruck kurz vor ihrem Studienabschluss. Die Prüfungen waren alle positiv absolviert und zur Fertigstellung der Diplomarbeit fehlten ihr noch zwei Kapitel. "An einem verregneten Vormittag tüftelte ich eifrig am vorletzten Kapitel, als mein Laptop plötzlich komische Geräusche von sich gab und sich von selbst ausschaltete", wurde die junge Frau regelrecht panisch. Die zu diesem Zeitpunkt bereits 140 Seiten umfassende Diplomarbeit war plötzlich nicht mehr auffindbar. Doch die Studentin, die darauf vergaß, die Datei zusätzlich auf einer externen Festplatte oder einem USB-Stick zu speichern, hatte Glück: Der Zentrale Informatikdienst der Uni machte nach drei Tage harter Arbeit schlussendlich die Studentin zur wohl glücklichsten Frau der Welt. Obwohl die Festplatte durchgebrannt war, konnte die vollständige Arbeit wieder hergestellt werden. "Das erste, was ich mir nach dieser Aktion leistete, war eine externe Festplatte und fünf USB-Sticks", kann die Absolventin heute lachen.

Räumliche Trennung von Daten sind sehr wichtig

Laut Reitshammer sollten gesicherte Daten aber auch räumlich getrennt von den Originalen aufbewahrt werden. Es kann schließlich zu einem Brand- oder Wasserschaden kommen, und dabei können auch externe Festplatten zerstört werden.

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