Fr, 22. März 2019
19.03.2015 08:33

Vor EU-Gipfel

Athen: Gespräche mit Geldgebern auf Eis gelegt

Die Gespräche zwischen der griechischen Regierung und den internationalen Geldgebern über die weitere Zusammenarbeit sind vorerst gescheitert. Politische Kreise in Athen erklärten dies am Mittwochabend, auch in Brüssel hieß es, die Gespräche seien auf Eis gelegt worden. Athen zeige demnach keinerlei Kooperationsbereitschaft, berichteten Vertreter von EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds nach einer Telefonschaltung mit dem Finanzministerium in Griechenland.

Zudem habe die Regierung in Athen ohne Rücksprache neue Staatsausgaben beschlossen und verstoße damit gegen Vereinbarungen, hieß es. Damit sei die Chance, die Auflagen des laufenden Hilfsprogramms bis Ende April zu erfüllen, nur noch gering. Die Griechen hätten die Troika-Institutionen "wieder vor die Tür gesetzt", hieß es laut "Handelsblatt" in Brüssel.

EU-Gipfel auf der Suche nach Ausweg
Beim EU-Gipfel wollen Europas Spitzen einen Ausweg aus der bedrohlichen Griechenland-Krise suchen. Dazu ist ein Krisentreffen in kleiner Runde am Donnerstagabend geplant, an dem unter anderen die deutsche Kanzlerin Angela Merkel und Griechenlands Premier Alexis Tsipras teilnehmen werden. Unmittelbar vom dem Spitzentreffen zeigte sich EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker unzufrieden mit den Fortschritten in Griechenland: "Ich bleibe beunruhigt."

Schulz: "Finanzlage ist sehr gefährlich"
In Athen wird knapp zwei Monate nach dem Machtwechsel das Geld knapp. Der linksgerichtete Tsipras will beim Gipfel für eine politische Lösung im Schuldenstreit werben, um an frisches Geld zu kommen. Nach den Worten von EU-Parlamentspräsident Martin Schulz steht Athen wegen kurzfristiger Zahlungstermine finanziell am Abgrund. Die Finanzlage des Landes "ist sehr gefährlich", sagte Schulz.

Kreditgeber pochen auf Einhaltung der Auflagen
Deutschland und andere Kreditgeber pochen im Schuldenstreit darauf, Bedingungen der Euro-Finanzminister einzuhalten. Das bedeutet: Neue Hilfsmilliarden sind strikt an Reformen und den Abschluss des schon zweimal verlängerten Hilfsprogramms gebunden.

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Skifliegen in Planica
ÖSV-Adler Stefan Kraft: Immer Ärger mit Ryoyu
Wintersport
Entscheidung gefallen
St. Pölten: Mit Popovic ins Meister-Play-off
Fußball National
16. Tor ab Minute 76
Erfolgsrezept: Liga „entlarvte“ die Rose-Truppe
Fußball National
Vor EM-Quali-Duell
Attacke auf Polizisten: Polen-Fan festgenommen!
Fußball International
„Unverdiente Pleite“
Arnautovic nach Fehlstart: „War noch nie so sauer“
Fußball International
Erfülltes Liebesleben
Mehr Spaß am Sex ab 50 plus
Gesund & Fit
Nur zwei Kicker stark
Die Noten: Mehr Schatten als Licht im ÖFB-Team
Fußball International
Millionen-Klau in Linz
Mit 28 Kilo Gold im Rucksack aus Bank spaziert?
Oberösterreich
Experte gibt Antworten
Mit Malaria infiziert: Wie sicher ist unser Blut?
Österreich

Newsletter