Die Trinkwasser-Situation hat sich im Herbst nur wenig entspannt. Während in Ohlsdorf ein eigens angeschaffter Feuerwehrschlauch als Notleitung für eine Siedlung dient, sitzt die Glasner Hütte in Maria Neustift auf dem Trockenen. Der Betrieb musste vorzeitig eingestellt werden.
Wir haben schnell handeln müssen“, erklärt die Ohlsdorfer Bürgermeisterin Ines Mirlacher, wenn es um die Notwasserleitung für den Ortsteil Edlach geht. Der Brunnen der dortigen Wassergenossenschaft fiel vergangenes Wochenende trocken, sechs Bauernhäuser standen ohne Trinkwasser da. Derzeit werden die Bewohner über einen eigens angeschafften Feuerwehrschlauch versorgt – Kostenpunkt: 7500 Euro.
Lösung für Winter gesucht
„Das Wasser wird zu den üblichen Tarifen verrechnet“, so die Ortschefin. Da die rund 1100 Meter lange Leitung im Freien ist, wird sie so nicht über den Winter liegen bleiben können. Nächste Woche gibt es in der Sache eine Ausschusssitzung, wo über das weitere Vorgehen beraten wird. „Sollte kein Regen kommen, werden wir notfalls eine Ortswasserleitung legen müssen“, sagt Mirlacher. Der eigens angeschaffte Schlauch soll für mögliche weitere Notleitungen eingelagert werden.
Hütte sitzt auf dem Trockenen
Die auf 800 Meter in Maria Neustift gelegene Glasner Hütte musste hingegen wegen Wasserknappheit am Donnerstag schließen. „Wir wollten bis Ende November offen halten, aber unsere Quelle schüttet nur mehr 25 Liter in der Stunde“, schildert Pächter Michael Schoder. Schon in den Vorjahren war der Betrieb der Hütte von der Quellleistung abhängig, schließen musste der Betrieb aber deswegen noch nie. Üblicherweise kam immer die vier- bis fünffache Wassermenge, auch über den Sommer. „Wir haben so lange wie möglich ohne Einschränkungen offen gelassen“, so Schoder.
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