BM Johannes Anzengruber präsentierte das Budget ’27: Es weist einen geplanten Überschuss von 7 Mio. € und 50 Mio. € an Investitionen aus. Knackpunkte gibt es einige.
Ausgaben wurden reduziert und Einsparungspotenziale konsequent genutzt: Innsbruck nimmt im laufenden Betrieb mehr ein, als es ausgibt“, betonten BM Johannes Anzengruber und Finanzdirektor Martin Rupprechter bei der Präsentation des Budgets: So habe sich die Stadtkoalition für das kommende Jahr einen Spielraum von rund sieben Millionen Euro erarbeitet.
Knackpunkt 1: Die Schulden. Diese steigen laut Anzengruber „nur geringfügig“ von 211 auf 221 Millionen Euro. Das ist Platz 3 im Ranking der Landeshauptstädte. Die zehn Mio. Euro zusätzlich kommen aus dem niedrig verzinsten Gemeinde-Investitionsfonds des Landes.
Knackpunkt 2: Der negative Transfersaldo mit dem Land. „Die Stadt Innsbruck zahlt 2027 um 78 Millionen Euro mehr in die Landeskasse ein, als sie erhält“, sagte Anzengruber. 2026 seien es noch 20 Millionen € weniger gewesen.
Das Land Tirol bringt alle Kommunen massiv unter Budgetdruck. Insgesamt muss die Stadt 120 Mio. Euro mehr finanzieren. Wir stellen uns der Aufgabe.
BM Johannes Anzengruber
Knackpunkt 3: Das Personal. In der Ära BM Georg Willi wurde der Personalstand massiv aufgebläht, dafür zahlt die Stadt jetzt (und in den nächsten Jahrzehnten) die Rechnung. Die Zahl der Dienstposten soll 2027 um 54 Posten reduziert werden, von 1933 im Jahr 2025 auf 1879. Finanziell wirke sich die Kürzung erst 2029/30 aus mit einer Million Euro pro Jahr weniger.
Knackpunkt 4: Gebühren und Steuern. Die Stadt kassiert 90 Mio. € Kommunalsteuer und 80 Mio. an Abgaben. Diese seien indexiert, „alles andere wäre fatal“, sagte Anzengruber. Einnahmen aus Wohnungsverkäufen seien nicht budgetiert, hielt der Stadtchef auf „Krone“-Nachfrage fest.
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