


Apotheke und Polizei animieren im Waldviertler Bezirk Zwettl zu mehr Vorsicht beim Fortgehen und klären auf: Mit einem Gratistest können vor allem junge Frauen sichergehen, dass ihnen kein Liquid Ecstasy in das Getränk gemischt worden ist. Zudem gibt es Tipps, wie man sich richtig verhält.
Verdachtsfälle mit K.-o.-Tropfen gibt es in Niederösterreich 30 bis 40 pro Jahr. Um den vor allem weiblichen Opfern mehr Sicherheit bei Konzerten, in Bars oder auf Festen zu geben, wollen die Kuenringer Apotheke in Zwettl und Polizei aufklären.
Die Apotheke in der Weitraerstraße bietet nun kostenlose Tests im Visitenkartenformat an, die in Geldbörse und Handyhülle passen. Damit soll man in weniger als zehn Sekunden Liquid Ecstasy im Getränk feststellen können. Apothekerin Helene Aichinger bietet die Gratistests auch an, weil österreichweit die Zahlen der Fälle ansteigen. „Symptome, wie anfängliche Euphorie, plötzlicher Schwindel, Übelkeit, Dämmerzustand, Willenlosigkeit oder Erinnerungslücken können auftreten“, warnt sie.



Tipps, wie man das Risiko, ein Opfer zu werden, minimieren kann, gibt Bezirkspolizeichefin Nicole Trappl. „Zum Beispiel Getränke nicht irgendwo stehen lassen und immer im Auge behalten. Keine Drinks von unbekannten Personen annehmen. Wenn man auf die Toilette oder Tanzfläche geht, vorher austrinken. Bei einer seltsamen Bekanntschaft, geh lieber. Und: Wenn dir schwindlig oder übel wird, bitte eine Freundin oder Freund, dich nicht alleine zu lassen!“
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