Der erste Schnee liegt auf den Bergen, die Wintersaison steht vor der Tür: Und auf die Steiermark sollen vor allem die Gäste aus Osteuropa auch im Winter abfahren. Weiß-grüne Touristiker nahmen für neue Saison Millionen in die Hand.
Wofür schlägt dein Herz? Hinter dieser Frage versteckt sich die neue Wintermarketing-Kampagne des Steiermark Tourismus – in zehn Zielmärkten wird damit geworben. Rund 1,7 Millionen Euro lässt man sich das kosten. Immer wichtiger werden dabei die ehemaligen Ostblock-Länder Ungarn, Tschechien und die Slowakei. „Allein die Tschechen verzeichneten im Sommer knapp 345.000 Nächtigungen und einen Anstieg von 27,7 Prozent“, rechnet Tourismusreferent und Landeshauptmann Mario Kunasek (FPÖ) vor.
Damit dies im Winter eben prolongiert wird, hat man von Budapest bis Prag teils spektakuläre Werbeaktionen gesetzt. „Wobei wir schon sagen müssen, der wichtigste Markt ist noch immer österreichische und hier natürlich der steirische“, stellt Tourismus-Geschäftsführer Michael Feiertag klar.
Hotels in Investitionslaune
Trotz wirtschaftlich herausfordernder Zeiten läuft der weiß-grüne Tourismusmotor also wie geschmiert, purzeln im Jahresrhythmus die Rekorde. Die Betriebe tun aber auch einiges dafür und nehmen viel Geld in die Hand. Gerade waren oder sind bei Hotel-Flaggschiffen wie dem Höflehner in Haus, dem Pierer auf der Teichalm, dem Imlauer Schlosshotel Pichlarn oder dem Falkensteiner in Loipersdorf millionenschwere Umbauten im Gange.
Mit der Qualitätsoffensive Hotellerie hat das Land Investitionen wie diese mit 5,5 Millionen Euro gefördert. „Und damit wurde bereits eine Wertschöpfung von immerhin 27,5 Millionen Euro erzielt“, ist Kunasek stolz. „Davon profitieren auch viele Betriebe, die noch gar nicht wissen, dass sie vom Tourismus leben“, ergänzt Feiertag und unterstreicht damit die Rolle des Tourismus für die gesamte steirische Wirtschaft.
Tourismus muss sich auch immer neu erfinden
Groß investiert haben heuer auch wieder die gut 100 steirischen Seilbahner – und zwar stolze 76 Millionen Euro. „Das Hauptthema war natürlich die technische Beschneiung, dafür flossen immerhin 23 Millionen Euro“, sagt Daniel Berchthaller, Geschäftsführer auf der Reiteralm und WKO-Fachgruppenobmann. Laut Tourismus Monitor Austria (T-Mona) ist Skifahren mit 41 Prozent übrigens noch immer die Hauptaktivität der Urlauber in der Steiermark, siehe Grafik.
Der Tourismus in der Grünen Mark geht aber auch immer neue Wege. In Bad Radkersburg verzeichnete man unlängst etwa 65.000 Besucher bei der Erstauflage des „Water & Light Festivals“. „Wir brauchen Innovationen – auch dort, wo wir uns schon etabliert haben“, sagt Doris Salchinger, Chefin der Parktherme. Stolze 350.000 Gäste verzeichnet ihr Haus im Jahr. „Wobei sich der Gästebedarf in den letzten Jahren grundlegend geändert hat – Qualität ist immer wichtiger geworden.“ Genau damit wollen die Steirer auch in diesem Winter punkten.
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