Filmfestival Kitzbühel

Fanco Nero: Ein Ehrenpreis für den ewigen Django

Tirol
03.11.2026 15:00

Sechs Jahrzehnte nach „Django“ zeichnet Kitzbühel Franco Nero aus: Am 24. November erhält er den Ehrenpreis des Filmfestivals – einen Tag nach seinem 85. Geburtstag. Bis 28. November zeigt das Festival unter anderem „Eurotrash“, „Eklipse“ und den Landkrimi „Der Todesengel“.

Manche Rollen kleben an ihren Darstellern. Franco Nero wurde mit „Django“ 1966 gleich zum Verkaufsargument: Verleiher schmückten später auch Western mit dem Namen, in denen die Figur gar nicht vorkam. Sergio Corbuccis Rächer mit dem Sarg im Schlepptau hatte sich ultimativ ins Kinogedächtnis eingebrannt.

Vom Westernhelden zu Artus Tafelrunde
Nero blieb beweglich. Bereits 1966 war er als Abel in John Hustons „Die Bibel“ zu sehen. Als Lancelot in „Camelot“ erspielte er sich eine Golden-Globe-Nominierung und lernte Vanessa Redgrave kennen, seine spätere Ehegattin.

In „Der Tag der Eule“ kämpfte er als Polizist gegen die Mafia und bekam dafür 1968 den David di Donatello. Luis Buñuel machte ihn in „Tristana“ zum Maler an der Seite Catherine Deneuves, Fassbinder in seinem letzten Film „Querelle“ zum Offizier, der sich insgeheim nach einem Matrosen verzehrt. In Hollywood gab er 1990 einen General in „Stirb langsam 2“. 2005 übernahm er bei „Forever Blues“ selbst die Regie und spielte darin einen Trompeter. 2012 schaute er in Tarantinos „Django Unchained“ vorbei: Das Original gab sich die Ehre. 

Filmplakat des Italo-Kultwesterns „Django“ unter der Regie von Sergi Corbucci in dem Franco Nero ...
Filmplakat des Italo-Kultwesterns „Django“ unter der Regie von Sergi Corbucci in dem Franco Nero die Titelrolle prägte.(Bild: zVg.)

Am 24. November 2026 ehrt ihn das 14. Filmfestival Kitzbühel. Seinen 85. Geburtstag feiert der Italiener tags zuvor. Frauke Finsterwalders „Eurotrash“ eröffnet den Filmreigen. Bis 28. November folgen Peter Brunners „Down the Arm of God“, Manuel Wetschers Tiroler Debüt „Eklipse“ und Götz Spielmanns Landkrimi „Der Todesengel“ als Weltpremiere. In „Eklipse“ erschüttern die Aids-Erkrankung eines Vaters und die Vorurteile seines Umfelds eine Kinderfreundschaft im Tiroler Sommer 1999.

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