Aufräumarbeiten dauern
Spanien: Alle Verletzten werden wohl „durchkommen“
Gute Neuigkeiten aus Spanien: Vier Tage nach dem Zugunglück sind alle Schwerverletzten so stabil, dass sie „sehr wahrscheinlich durchkommen werden“. Das sagte am Sonntagvormittag die Sprecherin der Regierung von Kastilien-La Mancha. 40 Verletzte werden noch in Krankenhäusern behandelt, 17 von ihnen auf Intensivstationen.
Wie berichtet, kamen bei dem Zusammenstoß von zwei Zügen am Mittwoch 69 Menschen ums Leben. In 56 Fällen sei die Identität inzwischen zweifelsfrei geklärt, teilten die Behörden am Sonntag mit. Die meisten von ihnen (54) waren spanische Staatsangehörige, ein Todesopfer kam aus Frankreich und eines aus Portugal. „Es wird erwartet, dass in den kommenden Stunden auch die übrigen Todesopfer identifiziert werden können. Dabei dürfte es sich ausschließlich um aus dem Ausland stammende Personen handeln“, teilten die Behörden mit. Die als vermisst gemeldeten Personen kommen aus den Vereinigten Staaten, Japan, Australien, Kanada, Mexiko, Argentinien, Tschechien und Tunesien.
Das lässt darauf schließen, dass unter den Toten vermutlich keine Menschen aus Österreich sind. Am Sonntag waren ungefähr 50 Beamtinnen und Beamte der Polizeieinheit Guardia Civil am Unglücksort, um Informationen zu sammeln. Mehrere Waggons wurden von den Gleisen geräumt, befinden sich aber noch in unmittelbarer Nähe der Unfallstelle nahe der Gemeinde Urda in der spanischen Provinz Toledo.
Strecke weiterhin gesperrt
Die Strecke zwischen Madrid und Andalusien bleibt in beide Richtungen gesperrt. Die Airline Iberia stellt derzeit zusätzliche Flüge zu ermäßigten Preisen zur Verfügung. Die Ermittlungen konzentrieren sich unter anderem auf den Ausfall des Zugsicherungssystems LZB und mögliche Fehlentscheidungen in der Bahnleitstelle Madrid. Funkmitschnitte legen nahe, dass ein Lokführer angewiesen wurde, den normalen Betrieb wieder aufzunehmen, obwohl das LZB-System noch außer Betrieb war und sich der andere Zug noch auf der Strecke befand. Die genaue Ursache des Unglücks ist bisher nicht geklärt.

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