Eigentlich ging es beim 1. Klasse Nord-Hit am Samstag zwischen den Grödig Juniors und Perwang/Michaelbeuern sportlich um viel. Am Ende interessierte das keinen, weil ein Zusammenprall in der Nachspielzeit einen Notarzt- und Rettungshubschrauber-Einsatz erforderlich machte.
Sportlich war es klar. Nach mauer erster Hälfte dominierte die Heimischen am Fuße des Unterbergs und stürzten die Spielgemeinschaft mit einem 3:0 von der Tabellenspitze. War aber am Ende alles Makulatur. In der Nachspielzeit krachten der Grödig-Schlussmann und ein Gästestürmer bei einem weiten Ball mit voller Wucht aufeinander. Grödigs verletzter und sonst spielender Co-Trainer Hannes Endletzberger schilderte: „Ich habe vor einem halben Jahr ein Kurs als Ersthelfer in der Firma gemacht. Als ich sah, dass der Spieler zu zittern beginnt, bin ich reingerannt, um seine Kollegen aufmerksam zu machen.“
Weil der Akteur das Bewusstsein verlor und stark an der Lippe blutete, leistete Endletzberger Erste Hilfe. „Weil ich gemerkt habe, dass die Atmung aussetzt, habe ich zu reanimieren begonnen und dann die Hand in seinen Mund gebracht, um nach der Zunge zu greifen. Er ist dann zum Glück wieder zu sich gekommen.“ Rettungsheli und Notarzt trafen rasch ein, der Spieler kam mit einer Gehirnerschütterung davon.
Endletzberger regte im Nachgang an: „Es wäre vielleicht gut, wenn es in jedem Verein jemanden gäbe, der einen Kurs absolviert hat und weiß, was zu tun ist. Man hofft, dass man das Gelernte nie anwenden muss, aber wissen kann man es ja nie.“
„Wichtig ist, dass es ihm gut geht“
Zum Sportlichen: Das Team von Coach Rene Pessler überholte den Ex-Leader mit dem Sieg im direkten Duell bei Punktgleichheit und ist neuer Zweiter. Platz eins übernahm Croatia Salzburg durch ein 5:1 gegen Absteiger Köstendorf. „Aber wichtig ist, dass es dem Mann wieder gut geht und nichts Schlimmeres passiert ist“, schloss Ersthelfer Endletzberger.
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