Spielansetzungen sorgen bei österreichischen Fußballfans da wie dort regelmäßig für Aufregung. Kürzlich machten die Anhänger von Red Bull Salzburg ihrem Ärger Luft. Am Feiertag kommt es zum wiederholten Male zu einer Terminkollision. Eine Kolumne von „Krone“-Redakteur Christoph Nister.
„Für fanfreundliche Anstoßzeiten. Sch*** ÖFB!“ Mit dieser Botschaft richteten sich die mitgereisten Salzburg-Fans unter der Woche beim Cup-Spiel in Bregenz an den heimischen Fußballbund. Doch längst nicht nur im Pokalbewerb sorgen die Beginnzeiten vieler Spiele bei Fußballbegeisterten aus ganz Österreich für Missstimmung.
Nach dem Motto „In den Farben getrennt, in der Sache vereint“ äußern sich die Fankurven in steter Regelmäßigkeit dazu. Auch vor den Bundesliga-Partien am Sonntag hält sich die Begeisterung bei Stadionbesuchern, aber auch in den Vereinen in Grenzen. So empfängt Salzburg um 14.30 Uhr Austria Lustenau in Wals-Siezenheim. Nun ist die Ländle-Elf grundsätzlich kein großer Fanmagnet. Erschwerend kommt hinzu, dass an jenem Tag Allerheiligen ist. Da verzichten viele zugunsten eines Besuchs am Friedhof auf den Gang in die Arena.
Warum trotzdem am Feiertag gespielt wird? Wirtschaftliche Interessen der TV-Stationen stehen im Vordergrund. Diesen sind viele unterschiedliche Spieltermine wichtig, denn Livesport bringt auf dem heiß umkämpften Rechtemarkt in der Regel deutlich mehr Seher als andere Sendungen. Der Stadionbesucher spielt bestenfalls eine untergeordnete Rolle. Und wenn er daheim das Fernsehgerät oder sein digitales Endgerät einschaltet, unterstützt er die TV-Sender sogar noch.
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