Während in Europas Großstädten Demonstrationen ausarteten, waren in Salzburg untertags nur „Jesus“-Parolen beim Hauptbahnhof und abends Knaller in der Altstadt zu hören: ein Lokalaugenschein der „Krone“ in der Mozartstadt zum Gruseltag.
„Kommen, mitreden, ein Zeichen setzen“, hieß es eigentlich auf diversen Plattformen wie Instagram oder TikTok zu Halloween. Es handelte sich um Protestaufrufe mit dem Slogan „Gen Z regelt“ gegen hohe Lebenserhaltungskosten. Um 14 Uhr hätten sie beginnen sollen. Doch weder am Residenzplatz noch beim Hauptbahnhof waren Kundgebungen zu sehen, wie ein Lokalaugenschein der „Krone“ am Gruseltag zeigte. Stattdessen brüllte eine Frau am Südtiroler Platz in ein Megafon: „Jesus ist der einzige Weg zum Himmel“. Nur dort waren zwei Plakate zu lesen: Eines davon war ein Bibelvers.
Szenenwechsel in die Altstadt: Dort strömten die Touristen durch die Getreidegasse und über den Alten Markt – kaum wer war verkleidet. Von polternden Jugendlichen wie in Berlin oder Paris war gar nichts zu sehen.
Böller im Mistkübel
Zumindest bis in die Abendstunden: Da strömten mehrere Gruppen Jugendlicher, vor allem junger Männer, durch das Ausgehviertel. Und das auch verkleidet und stellenweise lautstark. Denn: Manche ließen Knallkörper explodieren.
Die „Krone“ beobachtete eine Gruppe junger Männer, wie sie Böller in einem Mistkübel detonieren ließen – direkt bei der Bushaltestelle beim Hanuschplatz. Dabei kam es auch zu Identitätsfeststellungen von rund 50 Personen. Richtig randaliert wurde aber nicht, obwohl die Szenen stellenweise gefährlich wirkten.
Eines war jedoch über den ganzen Tag auffallend: die starke Präsenz der Polizei im Stadtgebiet.
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