Ein 89-Jähriger ärgert sich, weil sein Zugticket plötzlich nur noch über die ÖBB-App bereitstand und nicht mehr – so wie früher – per E-Mail zugeschickt wurde. Erst nach fünfmaligem Anrufen bei der ÖBB-Hotline konnte ihm geholfen werden.
Herr Pichler, ein 89-jähriger Niederösterreicher aus dem Bezirk Gmünd wollte wie jedes Jahr die günstige ÖBB-Seniorenaktion nutzen und bestellte sich das Ticket im Internet. Bis jetzt bekam er dieses immer per E-Mail zugeschickt. „Diesmal kam jedoch die Meldung: Ihr Ticket wird am Smartphone gespeichert“, erklärt seine jüngere Frau, die ihm dabei behilflich war.
Fünfmal Hotline-Kontakt, einmal richtige Auskunft
Doch ein solches besitzt Herr Pichler nicht. „Mein Mann sagt, vor seinem Tod werde er sich sicher keines dieser Wischerhandys mehr anschaffen“, schimpft seine Frau. Und: „Ich kenne keine Person über 80 Jahre, die ein Smartphone besitzt.“ Was folgte, war ein nervenaufreibender Hürdenlauf: Fünfmal rief Frau Pichler bei der ÖBB-Hotline an. Als Ratschlag bekam sie unter anderem, ihr Mann könne sich das Ticket auch beim nächsten Bahnschalter persönlich kaufen. „Der nächste Bahnschalter ist in Tulln – rund eineinhalb Stunden von uns entfernt“, findet das Frau Pichler gar nicht lustig.
Wenn nicht einmal ÖBB-Mitarbeiter wissen, wie man dieses Ticket übermittelt, wie soll das dann ein 89-Jähriger tun?
Die Ehefrau des 89-jährigen Bahnkunden
Erst beim fünften Anruf fand sich ein Mitarbeiter, der ihr erklären konnte, wie man ein Ticket doch noch per E-Mail bekommen kann.
ÖBB entschuldigen sich für Unkenntnis der Kollegen
Vonseiten der ÖBB bedauert man den Fehler der Kollegen an der Hotline und ging der Sache umgehend nach. „Wir haben alle unsere Mitarbeiter nun weiter sensibilisiert“, heißt es dazu aus der ÖBB-Pressestelle. Und man betont, dass man dieses Ticket auch weiterhin über alle Kanäle bestellen kann. Auch der Kauf über die Hotline und die Zustellung per E-Mail sei weiterhin garantiert.
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