„Kommt uns gelegen“

Angehende Polizisten starten mit „Wien auf Zeit“

Wien
28.10.2026 18:23
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Polizei hat in diesem Jahr 1500 angehende Beamtinnen und Beamte aufgenommen. „Das ist mehr als ursprünglich geplant“, sagte Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) am Mittwoch. In Wien schafften allerdings nur 650 von 4000 Personen die Aufnahme. Daher kommen nun angehende Polizistinnen und Polizisten aus anderen Bundesländern.

Gerechnet habe man mit 800 Neuaufnahmen, sagte der Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl am Mittwoch. Es gebe es aber schon 50 Interessierte für das Modell „Wien auf Zeit“. Diese Bewerberinnen und Bewerber haben das Aufnahmeverfahren in ihrem Bundesland geschafft, dort gibt es aber nicht genug Ausbildungskapazitäten. Sie stammen vor allem aus Kärnten, der Steiermark und dem Burgenland. 

„Das Modell ‘Wien auf Zeit‘ kommt uns sehr gelegen“, sagte Pürstl. Vorgesehen ist, dass die angehenden Beamtinnen und Beamten ihre zweijährige Ausbildung und die ersten drei Berufsjahre in Wien absolvieren. Anschließend haben sie die Garantie, in ihr Heimatbundesland zurückgehen und dort arbeiten zu können.

Von links: Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl und Innenminister Gerhard Karner (ÖVP)
Von links: Wiener Polizeipräsident Gerhard Pürstl und Innenminister Gerhard Karner (ÖVP)(Bild: BMI)

Änderungen bei den Dienstzeiten
Bei dem Pressegespräch am Mittwoch wurde zudem über das neue Dienstzeitmanagement (DZM) berichtet. Dieses läuft seit September in den Testregionen Bregenz, Leibnitz (Steiermark), Gänserndorf (Niederösterreich), Linz und Wien-Brigittenau. So wurde etwa der Vorplanungszeitraum von drei auf einen Monat verkürzt, die Dienstplanung für den Folgemonat muss erst am 25. eines Kalendermonats abgeschlossen werden. Bisher war der 17. der Stichtag.

Das habe bei den Bediensteten für „Sorgen und Ängste“ gesorgt, räumte Karner ein. Daher seien Änderungen vorgenommen worden. Ab November können Polizistinnen und Polizisten auf freiwilliger Basis bis zu vier 24-Stunden-Dienste im Monat absolvieren. Sie können zudem mindestens 16 Stunden Journaldienst versehen – nicht mehr zwangsläufig in Verbindung mit Nachtdiensten. Zudem wurden die Plandienststunden von ursprünglich 48 auf 40 reduziert, die Wochenruhe als Ersatz für Plandienste am Wochenende angepasst. Ab 1. Jänner 2027 werden die Zulagen für Wochenend- und Nachtdienste verdoppelt. Die Beschäftigten in den Testregionen erhalten eine Sonderzahlung von 600 Euro.

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