Schüsse im Grenzgebiet
Ein Toter in Pakistan! Konflikt flammt erneut auf
Im anhaltenden Konflikt zwischen den Nachbarländern meldet Pakistan einen toten Zivilisten nach Beschuss aus Afghanistan. Mörsergranaten seien bei Gefechten am späten Dienstagabend in bewohnten Gebieten in Süd-Waziristan eingeschlagen.
Mehrere Verletzte seien in regionale Krankenhäuser verlegt worden, sagte der örtliche Polizeichef, Israr Ahmed, der Deutschen Presse-Agentur. Pakistan habe auf den Beschuss mit Artilleriefeuer reagiert. Die Gefechte dauerten bis in die frühen Morgenstunden am Mittwoch an, hieß es weiter. Eine Stellungnahme der afghanischen Seite blieb zunächst aus.
Seit gut einem Jahr sind zwischen den Nachbarländern immer wieder Gefechte ausgebrochen. Pakistan flog auch wiederholt Luftangriffe in Afghanistan. Islamabad wirft Kabul vor, Terroristen zu unterstützen, die in Pakistan Anschläge verüben. Die in Afghanistan regierenden islamistischen Taliban bestreiten die Vorwürfe.
Sicherheitslage in Grenzgebieten verschlechtert
Der Gouverneur der bei den neuerlichen Gefechten betroffenen Provinz Khyber Pakhtunkhwa, Faisal Karim Kundi, schrieb in einer Stellungnahme auf X: „Khyber Pakhtunkhwa hat im Kampf gegen den Terrorismus tausende Menschenleben verloren und wir werden niemandem erlauben, unsere Bürger zu bedrohen oder unsere Sicherheit zu unterwandern.“
Gegenseitiger Beschuss an der von afghanischer Seite umstrittenen Grenzlinie in Süd-Waziristan ist neu. Süd-Waziristan ist Teil von Khyber Pakhtunkhwa. Zuletzt hatten sich die Gefechte weiter nördlich konzentriert. Zudem hatte Pakistan zuletzt keine zivilen Opfer beklagt.
Die Vereinten Nationen zählen 512 tote Zivilisten in Afghanistan infolge von Kämpfen und Angriffen aus Pakistan in den vergangenen zwölf Monaten. Besonders viele Menschen wurden im März bei einem Luftangriff auf eine Entzugsklinik in Kabul getötet.
In Pakistan verschlechtert sich die Sicherheitslage in den Grenzprovinzen mit Afghanistan in den vergangenen Jahren zunehmend. Insbesondere die Terrorgruppe TTP verübt Anschläge und soll in Afghanistan Rückzugsmöglichkeiten haben. Kabul wirft der pakistanischen Regierung vor, sich nicht ausreichend um interne Probleme zu kümmern.

Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 







Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.