Gipfel war wichtiger
Mutter lässt Kinder bei Wanderung im Nebel zurück
Ein unglaublicher Vorfall sorgt in Polen für Aufsehen: Eine Mutter hat ihre beiden Söhne im Alter von acht und 14 Jahren bei einer Wanderung im dichten Nebel zurückgelassen und ist allein weiter in Richtung Gipfel aufgestiegen. Die beiden Kinder wurden verängstigt und orientierungslos von anderen Wanderern entdeckt.
Der Vorfall ereignete sich in den Bieszczady Bergen im Südosten Polens. Die beiden Buben wollten den Aufstieg offenbar nicht mehr fortsetzen. Ihre Mutter ließ sie daraufhin am Weg zurück und machte sich allein auf zum Gipfel.
„Schluchzen war zu hören“
Eine Wandergruppe des polnischen Touristenvereins wurde auf die Buben aufmerksam. In einem Beitrag des Vereins heißt es: „Plötzlich waren das Schluchzen und der Schrei eines Kindes zu hören.“ Der Achtjährige habe heftig geweint, während sein 14 Jahre alter Bruder verwirrt neben ihm gestanden sei. Die Kinder erzählten den Wanderern, ihre Mutter habe ihnen gesagt, sie sollten 15 Minuten warten. Von der Stelle bis zum Gipfel wäre der Weg jedoch noch rund eine Stunde lang gewesen.
Als die Wandergruppe die Brüder fand, war nach Angaben der Kinder bereits deutlich mehr Zeit vergangen. Die Erwachsenen kümmerten sich um die beiden und versuchten, sie zu beruhigen.
Mutter zeigte keine Einsicht
Als die zurückgekehrte Mutter von den Wanderern auf ihr Verhalten angesprochen wurde, zeigte diese kein Verständnis für die Kritik. Sie erklärte, nur kurz weg gewesen zu sein. Ihre Kinder hätten sie außerdem dazu gebracht, das geplante Wanderziel aufzugeben. Erst als man die Frau darauf aufmerksam machte, dass ihr Verhalten strafbar sein könnte, sei ihr ein „erzwungenes ,Entschuldigung‘ über ihre Lippen gekommen“.
„Meine Antwort, dass sie sich nicht bei mir, sondern bei den Kindern entschuldigen müsse, blieb ohne Reaktion“, so einer der Wanderer.

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