Der 57-jährige Levente Csaszar aus Mauerbach im Bezirk Tulln holte sich jetzt den WM-Titel im „Blokart-Segeln“. In ganz Österreich gibt es nur 50 Personen, die diesen Nischensport ausüben.
Es ist kein Go-Kart, kein Segelschiff und hat auch nur drei Räder. Die so genannten „Blokarts“ legen erst richtig an Geschwindigkeit zu, wenn ein ordentlicher Wind weht. „Und man braucht ein gewisses Geschick“, erklärt der frisch-gebackene Weltmeister Levente Csaszar.
Die Trophäe hat der 57-Jährige vor kurzem auf einem küstennahen Flugplatz in Wales, Großbritannien, gewonnen. Unter 112 Seglern aus 18 Nationen trat er dabei als einziger Österreicher an. „Die Blokart-Gemeinschaft hierzulande ist leider sehr klein „. Csaszar kam vor 15 Jahren auf der Bootsmesse in Tulln zum ersten Mal damit in Kontakt. „Dort standen ein paar Blokarts zum Ausprobieren am Außengelände“. Was ihm an der Sportart gefiel, war, die richtige Taktik zu finden, und einschnelles Reaktionsvermögen zu beweisen.
Sport für Küstenorte
In England, Frankreich und Spanien ist der Sport keine Seltenheit, aber in Österreich trifft man selten auf die „Strandsegler“. Denn obwohl der Segelsport ganz ohne Wasser auskommt, braucht man dafür trotzdem Küstenwind. Am ehesten trifft man die Blokart-Begeisterte hierzulande am Neusiedler See. „Denn dort gibt es auch genügend Fläche, um zu fahren“, sagt der gebürtige Ungar.
Vor der Corona-Pandemie schien es, als bekäme die Community bei uns mehr Anhänger. „Der Sport ist ebenso gut für Menschen geeignet, die wenig Beinbeweglichkeit haben, demnach auch für Menschen mit Behinderung“, sagt der Weltmeister. Dann, nach der Pandemie zählt man nur noch 50 heimische Blokart-Segler. „Es ist schade, denn das Segeln am Land ist sicher viel schneller und leichter zu Lernen als im Wasser“.
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