Steirisches Bestattungsunternehmen bieten für Fußballfans nun Urnen in Vereinsfarben an. Das Interesse ist bereits groß. Gespräche mit Klubs laufen. Folgt bald erster steirischer Anhängerfriedhof?
Allerheiligen naht – und damit auch das Thema der letzten Ruhestätte. Eine Option, die es bisher in der Steiermark noch nicht gibt, bringen das Grazer Bestattungsunternehmen Pax und die Bestattungs- und Versicherungsservicegesellschaft Wiener Verein ins Spiel: Bestattungen mit Fußball-Urnen!
Das Thema Verbundenheit zum eigenen Verein sei besonders in der Steiermark, mit den drei Bundesligisten Sturm, GAK, Hartberg, besonders hoch – daher sei es naheliegend, hier aktiv zu werden, heißt es von Annemarie Ulbing (Wiener Verein) und Ingo Sternig (Pax) unisono. „Gerade an unserem Grazer Standort wurden wir von Angehörigen immer wieder darauf angesprochen, ob auch fußballspezifische Aufbahrungen möglich sind. Solche Aufbahrungen haben wir in Einzelfällen bereits umgesetzt. Besonders schön wäre es natürlich, künftig auch die offiziellen Vereinsembleme integrieren zu können. Dafür benötigen wir jedoch die Zustimmung der Klubs“, betont Sternig.
Erste Anfragen schon da
Auf der Grazer Herbstmesse wurden jüngst drei Urnen in den Vereinsfarben von Sturm, GAK und Hartberg präsentiert – und stießen auf reges Interesse. Sternig: „Wir haben bereits erste Anfragen erhalten. Das Interesse war so groß, dass wir uns entschlossen haben, die fußballbezogene Aufbahrung dauerhaft in unserem Bestattungsinstitut zu zeigen.“
Die Urnen liegen preislich bei rund 380 Euro. Der Fokus liege dabei nicht nur auf der Steiermark, Traditionsvereine aus anderen Bundesländern seien ebenfalls interessant für die Urnen-Gestaltung. Was es in der Grünen Mark auch noch nicht gibt, sind Fußballfriedhöfe, auf denen sich Fans bestatten lassen können.
„Wir können uns sehr gut vorstellen, dass es unter Fans Interesse an solchen Möglichkeiten gibt. Deshalb werden in den kommenden Wochen Aktivitäten gesetzt und aktiv das Gespräch mit Vereinen und Fanclubs gesucht, um auszuloten, wie das Thema aufgenommen wird“, betont Sternig.
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