Übung für Ernstfall

Sturmböen, Blitzschläge: Seilbahn wurde evakuiert

Tirol
27.10.2026 07:00
Porträt von Tiroler Krone
Von Tiroler Krone

Heftige Unwetter fegten am Samstag über das Skizentrum Schlick 2000 im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land. Wegen zahlreicher Blitzschläge und Sturmböen musste die Kreuzjochbahn 2 schlussendlich evakuiert werden. Zum Glück konnten alle Fahrgäste gerettet werden – und Gott sei Dank war es bloß eine Übung.

Die Ausgangslage der Übung am Samstagnachmittag war ein schweres Gewitter im Bereich der Schlick 2000. Durch angenommene Blitzschläge und Sturmböen kam es zum Stillstand der Kreuzjochbahn 2. Unter realistischen Bedingungen mit besetzten Gondeln wurde die Evakuierung nach einem simulierten Stillstand der Seilbahn geübt.

Auch ein Hubschrauber der Polizei trainierte.
Auch ein Hubschrauber der Polizei trainierte.(Bild: Rotes Kreuz IBK-Land, Gabriel Grassmayr)

80 Übungspatienten dabei
Das Wetter zeigte sich dabei von seiner anspruchsvollen Seite: Startete die Übung noch bei strahlendem Sonnenschein, setzte zwischendurch immer wieder Schneefall ein, bevor es nach Sonnenuntergang empfindlich abkühlte. Trotz der widrigen, kalten Bedingungen waren die fast 80 Übungspatienten mit voller Begeisterung dabei und trugen wesentlich zum realistischen Übungserfolg bei.

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Die Evakuierung einer vollbesetzten Seilbahn stellt höchste Ansprüche an Material, Taktik und Kondition.

Florian Schöpf, Bergrettung Innsbruck-Land 

Auch Polizeihubschrauber im Einsatz
Das Kernszenario forderte vor allem die Bergrettung, welche die Übungsbeteiligten gesichert, aus den stehenden Gondeln abseilte. Am Boden übernahmen Teams der Bergrettung, der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Schlick 2000 gemeinsam den Weitertransport. Eine wesentliche Rolle spielte die Luftunterstützung: Der Polizeihubschrauber flog Übungspatientinnen mittels Bergetau direkt von den Sammelpunkten im Gelände zum Patientensammelplatz an der Mittelstation.

Auch Einsatzkräfte der Alpinpolizei begleiteten das koordinierte Vorgehen vor Ort. An der Mittelstation richtete das Rote Kreuz eine strukturierte Patientensammelstelle ein, in der Verletzte medizinisch versorgt und unverletzte Personen betreut wurden.

Die Feuerwehr „löschte“ einen Brand an einer Bahnstation.
Die Feuerwehr „löschte“ einen Brand an einer Bahnstation.(Bild: BFV IL Pernsteiner)

Auch „Brand“ an Bahnstation bekämpft
Zusätzlich galt es, zwei Nebenschauplätze rasch unter Kontrolle zu bringen: Bei einem angenommenen Gondelabsturz retteten Bergrettung und Feuerwehr gemeinsam verletzte Personen aus unwegsamem Gelände und übergaben sie dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung. Zeitgleich bekämpfte die Feuerwehr einen simulierten Brand an einer Bahnstation und übergab gerettete Personen mit Rauchgasinhalationen zur weiteren Betreuung an den Rettungsdienst des Roten Kreuzes, während Mitarbeitende der Bergbahn und die Alpinpolizei unterstützend mitwirkten.

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