Heftige Unwetter fegten am Samstag über das Skizentrum Schlick 2000 im Tiroler Bezirk Innsbruck-Land. Wegen zahlreicher Blitzschläge und Sturmböen musste die Kreuzjochbahn 2 schlussendlich evakuiert werden. Zum Glück konnten alle Fahrgäste gerettet werden – und Gott sei Dank war es bloß eine Übung.
Die Ausgangslage der Übung am Samstagnachmittag war ein schweres Gewitter im Bereich der Schlick 2000. Durch angenommene Blitzschläge und Sturmböen kam es zum Stillstand der Kreuzjochbahn 2. Unter realistischen Bedingungen mit besetzten Gondeln wurde die Evakuierung nach einem simulierten Stillstand der Seilbahn geübt.
80 Übungspatienten dabei
Das Wetter zeigte sich dabei von seiner anspruchsvollen Seite: Startete die Übung noch bei strahlendem Sonnenschein, setzte zwischendurch immer wieder Schneefall ein, bevor es nach Sonnenuntergang empfindlich abkühlte. Trotz der widrigen, kalten Bedingungen waren die fast 80 Übungspatienten mit voller Begeisterung dabei und trugen wesentlich zum realistischen Übungserfolg bei.
Die Evakuierung einer vollbesetzten Seilbahn stellt höchste Ansprüche an Material, Taktik und Kondition.
Florian Schöpf, Bergrettung Innsbruck-Land
Auch Polizeihubschrauber im Einsatz
Das Kernszenario forderte vor allem die Bergrettung, welche die Übungsbeteiligten gesichert, aus den stehenden Gondeln abseilte. Am Boden übernahmen Teams der Bergrettung, der Feuerwehr, des Rettungsdienstes und der Schlick 2000 gemeinsam den Weitertransport. Eine wesentliche Rolle spielte die Luftunterstützung: Der Polizeihubschrauber flog Übungspatientinnen mittels Bergetau direkt von den Sammelpunkten im Gelände zum Patientensammelplatz an der Mittelstation.
Auch Einsatzkräfte der Alpinpolizei begleiteten das koordinierte Vorgehen vor Ort. An der Mittelstation richtete das Rote Kreuz eine strukturierte Patientensammelstelle ein, in der Verletzte medizinisch versorgt und unverletzte Personen betreut wurden.
Auch „Brand“ an Bahnstation bekämpft
Zusätzlich galt es, zwei Nebenschauplätze rasch unter Kontrolle zu bringen: Bei einem angenommenen Gondelabsturz retteten Bergrettung und Feuerwehr gemeinsam verletzte Personen aus unwegsamem Gelände und übergaben sie dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung. Zeitgleich bekämpfte die Feuerwehr einen simulierten Brand an einer Bahnstation und übergab gerettete Personen mit Rauchgasinhalationen zur weiteren Betreuung an den Rettungsdienst des Roten Kreuzes, während Mitarbeitende der Bergbahn und die Alpinpolizei unterstützend mitwirkten.
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.