In der Oststeiermark

Rindt-Museum: Das Ende eines echten Lebenstraums

Steiermark
24.10.2026 14:10
Porträt von Philipp Braunegger
Von Philipp Braunegger

Oststeirer Alois Schweighofer muss große Privatsammlung von Jochen Rindt nach 30 Jahren auflösen. Jetzt werden Erinnerungsstücke an Österreichs ewigen Motorsporthelden versteigert.

Vor 30 Jahren begann Alois Schweighofer aus dem oststeirischen Kroisbach damit allerlei rund um sein Jugendidol Jochen Rindt zu sammeln. Über die Jahre entstand ein eigenes Museum in dem in mehreren Räumen alles Denkbare über die Formel-1-Legende, die die Mainz geboren wurde, aber am Grazer Ruckerlberg bei den Großeltern aufwuchs, einsehbar ist. Auch die „Krone“ hat darüber schon berichtet.

Dreimal musste der Transporter von Kroisbach nach Deutschland fahren, so umfangreich war ...
Dreimal musste der Transporter von Kroisbach nach Deutschland fahren, so umfangreich war Schweighofers Sammlung.(Bild: Alois Schweighofer)

Angefangen bei Rindts Badehose, über seine originalen Schulzeugnisse, Rennanzüge, Rindts privatem Terminkalender, der Couch aus dessen Wohnung, sein Tennisschläger, bis hin zu 40.000 Fotos, Auszeichnungen und einer internationalen Rindt-Büchersammlung. Vollbesetzte Busse kamen zu Schweighofer, um sich das Museum, das die weltweit größte Rindt-Sammlung in privatem Besitz beherbergt, zu besuchen.

Museen haben kein Geld für Sammlung
Doch damit ist nun Schluss! „Ich musste das Museum und die Sammlung auflösen“, erzählt Schweighofer bedrückt. „Ich bin jetzt 72, der Aufwand um das Museum war nicht mehr leicht zu bewerkstelligen. Meine Söhne übernehmen die Sammlung nicht und Museen haben kein Geld für die Schätze rund um Rindt.“ Das stimmt Schweighofer nachdenklich: „Wir sprechen hier von einer Legende der Formel 1, bei der wir immer stolz auf seine Verbundenheit zur Steiermark sind. Aber um den Erhalt von Rindts Vermächtnis will sich niemand kümmern.“

 Was passiert nun mit den Tausenden Ausstellungsstücken? Das deutsche Auktionsunternehmen Ni-Cola hat alles abgeholt und nach Baden-Württemberg gebracht. „Dreimal mussten die Transporter hin und retour fahren“, macht Schweighofer die Größe der Sammlung deutlich. Am 27. und 28. November findet die Versteigerung statt.

„Vielleicht ist es ohnehin besser, wenn Jochen Rindts Erinnerungsstücke bei anderen Fans landen, als dass sie irgendwo in einem Container verstauben. Dass das Museum und all das, was ich damit verbinde, aber endet, ist trotzdem traurig.“

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