In den vergangenen Tagen brodelte die Gerüchteküche: Das Land will das Barocke Palais Attems, Heimat von Styriarte, manuskripte und steirischer herbst, in der Grazer Sackstraße abstoßen. Nun stellte Landeshauptmann Mario Kunasek klar: „Ein Verkauf steht nicht zur Debatte!“
Helle Aufregung herrschte in den letzten Tagen um einen angeblich geplanten Verkauf des in Landesbesitz befindlichen Palais Attems in Graz. In den vergangenen Jahrzehnten gab es immer wieder diesbezügliche Ideen, die jedoch noch nie von Erfolg gekrönt waren – nicht einmal, als Landesrat Gerhard Hirschmann nur einen Euro für die Edelimmobilie haben wollte.
Nun stoppte Landeshauptmann Mario Kunasek jegliche Spekulationen: „An das Büro des Landeshauptmannes wurden keinerlei Pläne für eine mögliche Veräußerung der Liegenschaft herangetragen. Es gibt weder ein entsprechendes Konzept noch konkrete Planungen für einen Verkauf. Auch von Landeshauptmann Mario Kunasek als zuständigem Liegenschaftsreferent wurde kein Auftrag erteilt, Planungen in diese Richtung aufzunehmen. Ein Verkauf des Palais Attems steht daher nicht zur Debatte.“
Nutzungskonzept der Styriarte
Das sorgt nicht zuletzt bei Mathis Huber, Intendant des Musikfestivals Styriarte, das im Palais nicht nur seine Büros, sondern auch Veranstaltungsräume hat, für Erleichterung. In einem offenen Brief hatte er jüngst einen möglichen Verkauf des Palais als Schande bezeichnet. Nun will er bis Anfang Dezember ein Nutzungskonzept erstellen, das noch mehr Konzerte und Veranstaltungen in diesem (nicht barrierefrei zugänglichen) barocken Juwel ermöglichen soll.
„Heuer haben wir zumindest 5500 Besucher im Haus, 2027 sollen 8000 Menschen die prächtigen Säle zu sehen bekommen – das geht im Moment nur im Rahmen von Veranstaltungen.“ Im November und Dezember plant Huber zudem einen Advent-Schwerpunkt mit Kinder- und Adventkonzerten.
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