Zur Gründung unserer Hilfsaktion 2006 hat die „Krone“ geschrieben: „Traurig, dass für so viele Menschen in unserem Land der Winter eine solch immense finanzielle Bedrohung darstellt“. 2026 ist die Lage nicht besser. Dank Unterstützern wie der Unicredit Bank Austria ist es weiter möglich, zu helfen!
Dass es unsere Hilfsaktion bereits seit zwanzig Jahren gibt, macht uns einerseits stolz. Es ist aber kein Grund zu feiern. Energiekosten bereiten vielen Menschen heute das ganze Jahr hindurch Kopfzerbrechen. Dazu sind Lebensmittelpreise trotz teilweiser Mehrwertsteuersenkung auf Rekordniveau. Ein mageres Mahl in einer kalten Wohnung ist für viele in Österreich auch heute Realität.
Gemeinsam Hoffnung schenken
Damit wir gemeinsam mit der Caritas weiter viele Funken Wärme spenden können, ist unter anderem Unterstützern wie der Unicredit Bank Austria zu verdanken. „Es liegt uns am Herzen, armutsgefährdete Menschen und Menschen in schwierigen Lebenssituationen zu unterstützen. Im Rahmen unserer sozialen Verantwortung möchten wir dazu beitragen, Notlagen zu lindern und dort Hilfe zu leisten, wo sie gebraucht wird“, hebt Ivan Vlaho, Vorstandsvorsitzender der Unicredit Bank Austria hervor.
Fast jeder Fünfte ist von Armut bedroht
Wie dringend diese Solidarität gebraucht wird, belegen auch die Zahlen. Die Caritas verweist auf die offiziellen Daten der Statistik Austria: 261.000 Menschen in Österreich leben in absoluter Armut. Fast jeder Fünfte ist von Armut oder Ausgrenzung bedroht. Besonders betroffen sind Mindestpensionisten, Alleinerziehende und Kinder.
Manchmal ist es schwer. Aber für meine beiden Kinder muss ich weitermachen.
Sandra, Witwe und Mutter
Witwe kämpft für ihre beiden Kinder
Zu jenen, die Hilfe brauchen zählt auch Sandra, eine junge Witwe aus Vorarlberg. Sie hat ihren Mann und den Vater ihrer beiden Kinder, sechs und zwei Jahre alt, an den Krebs verloren: „Manchmal denke ich mir, jetzt müsste er zur Tür hereinkommen.“ Die Diagnose Krebs stellte das Leben der jungen Familie schon zuvor auf den Kopf. Spitalsaufenthalte, Sorgen um die Zukunft und die ständige Angst vor schlechten Nachrichten wurden zum Alltag. „Wir haben immer gehofft, dass alles wieder gut wird“, erzählt die 35-Jährige.
Umzug in altes Haus der Großmutter
Die Familie lebte damals in einer kleinen Stadt in Vorarlberg. Sandra arbeitete, kümmerte sich um die Kinder und versuchte, den Alltag zwischen Familie, Beruf und der Krankheit ihres Mannes zu organisieren. Als dieser starb, musste sie Entscheidungen treffen, die sie sich nie gewünscht hatte. „Alleine hätte ich das dort nicht geschafft“, sagt sie. Deshalb zog sie mit ihren Kindern zurück in die Nähe ihrer Eltern. Dort stand das kleine Haus der mittlerweile verstorbenen Großmutter leer.
Angst vor Winter und Heizkosten
„Für die Kinder ist es schön, Oma und Opa in der Nähe zu haben.“ Der Neuanfang ist aber alles andere als einfach. Durch den Umzug musste Sandra ihren Arbeitsplatz aufgeben, jetzt kann sie nur Teilzeit arbeiten und das, in einem Job unter ihrer Qualifikation. „Ich bin dankbar, dass ich Arbeit habe. Aber finanziell reicht es nicht“, sagt sie offen.
Das alte Haus ist schlecht isoliert, die Heizkosten sind hoch. Besonders an kalten Tagen heizt die Familie zusätzlich mit einem kleinen Holzofen im Wohnbereich, um wenigstens dort eine angenehme Temperatur zu erreichen. Unterstützung hat die junge Witwe bei der Caritas auch aufgrund unserer Hilfsaktion „Ein Funken Wärme“ bekommen. „Manchmal ist es schwer. Aber für meine beiden Kinder muss ich weitermachen.“
Mehr als eine Million Menschen von Energiearmut betroffen
Mehr als eine Million Menschen sind von Energiearmut betroffen. Caritas-Präsidentin Nora Tödtling-Musenbichler und Barbara Stöckl hoffen daher weiter auf Unterstützung. „Zusammenhalt und Solidarität sind wichtiger denn je. Seit 20 Jahren zeigt unsere Hilfsaktion, was wir gemeinsam bewegen können: Wir schenken Menschen in schwierigen Lebenssituationen Hoffnung“.
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