Bankstudie zeigt

Sicherheit vor Rendite: Tirol spart klassisch

Tirol
20.10.2026 12:00

Trotz Kaufkraftverlust bleibt das Sparbuch für viele Tiroler die bevorzugte Geldanlage. Gleichzeitig wächst das Interesse an langfristigem Vermögensaufbau und Altersvorsorge.

Fast zwei Jahrzehnte nach der Weltwirtschaftskrise 2008 ist das Vertrauen in die heimischen Banken auf Rekordniveau. Dreiviertel der Tiroler sind mit ihrer Bank zufrieden, 13 Prozent äußern Misstrauen. Das zeigt eine aktuelle Bankstudie der Wirtschaftskammer Tirol, die 300 Tiroler befragt hat.

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Die betriebliche Pensionsvorsorge würde Österreich gut zu Gesicht stehen. Sie soll nicht als Gegenmodell verstanden werden, sondern als Ergänzung.

Patrick Götz, WK-Obmann der Sparte Bank & Versicherung

Geopolitische Unsicherheiten
Gespart wird nach wie vor – wenn auch anders als im Jahr 2008. Trotz der hohen Inflation bleiben Sparbuch und -konto beliebte Sparformen zur Altersvorsorge. Angesichts geopolitischer Unsicherheiten setzen die Tiroler mehr auf Sicherheit als auf hohe Renditechancen. Die Mehrheit spart unter 200 Euro monatlich, 13 Prozent der Befragten sparen mehr als 300 Euro.

Marktforscher IPSOS Austria Alexander Zeh (links) und Patrick Götz, Obmann der Sparte Bank und ...
Marktforscher IPSOS Austria Alexander Zeh (links) und Patrick Götz, Obmann der Sparte Bank und Versicherung der Tiroler Wirtschaftskammer(Bild: Christian Forcher/Fotoworxx)

Altersvorsorge gewinnt weiter an Bedeutung
Neun von zehn Tirolern halten die private Vorsorge für unverzichtbar. Da die Mehrheit an der staatlichen Pension zweifelt, gewinnen zusätzliche Altersvorsorgen an Bedeutung. 39 % befürworten daher eine betriebliche Altersvorsorge. Der WK-Obmann der Sparte Bank & Versicherung, Patrick Götz, betont: „Die betriebliche Pensionsvorsorge würde Österreich gut zu Gesicht stehen. Sie soll nicht als Gegenmodell verstanden werden, sondern als Ergänzung.“ Neben Sparkonto und Sparbuch dominieren Wertpapiere und Lebensversicherungen als Altersvorsorge. Wobei bei Wertpapieren das Interesse höher ist als die Nutzung selbst, sagt Zeh.

Künstliche Intelligenz als ergänzende Finanzhilfe
Der Wunsch nach den eigenen vier Wänden bleibt weiterhin groß. Hohe Immobilien- und Baukosten erschweren jedoch den Kauf – vor allem für junge Menschen. Auch bei der Finanzbildung gibt es Aufholbedarf. Jeder zweite Tiroler nutzt die KI bei Finanzfragen. Sie dient meist als Ergänzung, während Bankberater weiterhin die wichtigste Anlaufstelle für persönliche Finanzfragen bleiben, berichtet Zeh. 

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