Alltag kehrt zurück
Unwetter vorbei: Valencia hebt Warnungen auf
Nach dem Durchzug von Sturmtief „Adam“ mit sintflutartigen Regenfällen und schweren Überschwemmungen hat sich die Lage in der spanischen Mittelmeerregion am Dienstag weitgehend beruhigt.
In der besonders schwer betroffenen Urlaubsregion Valencia wurden inzwischen sämtliche Unwetterwarnungen aufgehoben. Auch die zeitweise verhängten Ausgangsbeschränkungen für mehr als 800.000 Menschen sind nicht mehr in Kraft.
Auf den Balearen mit Mallorca sowie in einem kleinen Gebiet Kataloniens galt zunächst noch bis zum Nachmittag die dritthöchste Warnstufe Gelb.
Schnelle Rückkehr zum spätsommerlichen Wetter
An der Playa de Palma dürfte sich das Wetter im Laufe des Tages jedoch deutlich bessern. Der Regen soll strahlendem Sonnenschein weichen, die Temperaturen steigen auf mehr als 20 Grad. Für Urlauber auf Mallorca bedeutet das nach den heftigen Unwettern eine schnelle Rückkehr zum spätsommerlichen Wetter.
Bilder aus Valencia:








Am Montag hatte „Adam“ vor allem in Valencia schwere Schäden angerichtet: Straßen, Häuser und Campingplätze wurden überflutet, Flüsse traten über die Ufer, Autos wurden von den Wassermassen weggeschwemmt. Mehr als 450 Menschen mussten gerettet werden. Es gab drei Todesopfer in Valencia sowie je eines in Katalonien und in Andalusien.
530 Liter Regen pro Quadratmeter
Nach Angaben von Aemet wurden in der besonders schwer betroffenen Küstengemeinde Oliva rund 70 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Valencia binnen 24 Stunden gut 530 Liter Regen pro Quadratmeter gemessen. Dort wurden zwei Leichen geborgen. In Pego in der Provinz Alicante gab es sogar mehr als 620 Liter.
In vielen der betroffenen Orte kehrt der Alltag langsam zurück, doch die Folgen der Wassermassen sind in einigen Gebieten weiterhin deutlich zu spüren: Mehrere Straßen bleiben gesperrt, Häuser und öffentliche Einrichtungen müssen von Schlamm und Wasser befreit werden. In sechs besonders betroffenen Orten blieben die Schulen zunächst geschlossen.
Mallorca kam glimpflich davon
Auf Mallorca und den Nachbarinseln fiel die Bilanz vergleichsweise glimpflich aus. Die Rettungsdienste registrierten aber immerhin rund 300 Zwischenfälle. Dazu gehörten umgestürzte Bäume, überflutete Gebäude und Straßen sowie Gefahren durch mögliche Gebäudeeinstürze. Der Flugverkehr wurde erheblich beeinträchtigt. Der Unterricht war vorsorglich abgesagt worden. Für Mittwoch gelten keine Wetterwarnungen mehr. Erst zum Wochenende könnten erneut Schauer aufziehen, die jedoch deutlich schwächer ausfallen dürften.

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