Foul an Faymann

ÖBB-Chef in die Politik? Voves wäre “glücklich”

Österreich
06.01.2015 13:30
Schweres Foul an Kanzler Werner Faymann: Der steirische Landeshauptmann Franz Voves hält - anders als Nationalratspräsidentin und SPÖ-Parteikollegin Doris Bures - ÖBB-Chef Christian Kern "mit Sicherheit für politiktauglich". Bures' Einschätzung, Politik sei nicht Kerns Stärke, könne er "wirklich nicht nachvollziehen", sagt Voves - der auch mit der Bundespartei selbst hart ins Gericht geht und "Ängstlichkeit" ortet.

Nachdem Faymann am Parteitag Ende November mit nur 83,9 Prozent als SPÖ-Vorsitzender bestätigt wurde, war es, wie berichtet, zu Spekulationen um eine mögliche Ablöse des Kanzlers gekommen. Neben Sozialminister Rudolf Hundstorfer und Klubchef Andreas Schieder war in diesem Zusammenhang auch ÖBB-Chef Kern genannt worden. Bures, Nationalratspräsidentin und stellvertretende SPÖ-Vorsitzende, hatte Kern - wie sämtlichen Nachfolge-Gerüchten - vor Weihnachten eine deutliche Absage erteilt.

Voves: "Ängstlich hinsichtlich der Person Kern"
"Wenn ich mir ansehe, wie ängstlich man hinsichtlich der Person des ÖBB-Vorsitzenden ist, dann ist es nicht das, was ich unter Geschlossenheit einer Partei verstehe", erklärte nun aber der steirische Landeshauptmann in einem Interview mit dem ORF Steiermark, das am Dienstagabend gesendet wird. "Ich bin wirklich gut befreundet mit Doris Bures" - aber ihre Aussage bezüglich Kern könne er "leider wirklich nicht nachvollziehen", so Voves.

"Sollten über solche Leute glücklich sein"
Auf die Frage von ORF-Steiermark-Chefredakteur Gerhard Koch, ob er Kern für kanzler- oder zumindest politiktauglich halte, antwortete der SPÖ-Landeschef: "Ich halte ihn jedenfalls mit Sicherheit für politiktauglich. Wir sollten glücklich sein, wenn solche Leute überhaupt bereit wären, in der Demokratie politisch aktiv zu werden. Ich kenne ihn persönlich und habe eine hohe Meinung von ihm."

"SPÖ muss offener werden"
Voves glaube, dass für die SPÖ Offenheit angesagt sei: "Die Sozialdemokratie braucht keine Angst zu haben vor Quereinsteigern. Personen aus allen Zielgruppen der Gesellschaft sollten in der SPÖ ihren Platz finden." Der 61-Jährige selbst war ja einst als Quereinsteiger in die Politik gekommen - und "ich hoffe, ich habe meine Partei auch nicht enttäuscht".

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