Großer Aktionstag: Die Bergrettung lädt am Freitag nicht nur Schüler zum Tag der Wiederbelebung auf den Schöckl.
Der Verkehr am Berg nimmt zu. Immer mehr Menschen zieht’s ins alpine Gelände – immer öfter muss deswegen die Bergrettung ausrücken. Im Ernstfall kommt es da auf Minuten an. „Aber wir sind meist nicht die Ersten am Einsatzort“, sagt Georg Prattes. Der Anästhesist und Notarzt am LKH Leoben ist auch Bergrettungsarzt der Ortsstelle Graz-Land.
In dieser Funktion ist er Initiator des großen Aktionstag am kommenden Freitag, dem Tag der Wiederbelebung, am Schöckl. „Meist sind Wanderer, Passanten sofort bei einem Unglück vor Ort. Genau sie wollen wir für den Fall der Fälle sensibilisieren – wir sind ja nur ein Teil der Rettungskette“, sagt Prattes.
Paragleiter landet im Baum
Mehr als 1.000 Menschen mit Herzstillstand könnten allein in Österreich pro Jahr gerettet werden, wenn mehr Laien sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen beginnen würden. Am Schöckl sollen am Freitag vor allem Kinder angesprochen werden. Deshalb werden etwa Klassen der NMS Straßgang am Berg sein. Für sie wird die Bergung eines im Baum gelandeten Paragleiters simuliert und auch die Crew des Rettungshubschraubers Christophorus 12 ist vor Ort. „Es sind aber alle willkommen – und man kann bei Wiederbelebung und Erster Hilfe nichts falsch machen“, so Prattes.
Die Kinder und alle Interessierte können selbst die Herzdruckmassage üben, auch der Einsatz des Defibrilators wird gezeigt – dieser ist am Schöckl vor Ort und kommt übrigens regelmäßig zum Einsatz.
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