Festnahmen nach Coup

Transporter von Motorrad-Dieben kippte bei Flucht

Niederösterreich
13.10.2026 09:58
Porträt von Niederösterreich-Krone
Von Niederösterreich-Krone

Vier neue Motorräder als Beute, die Polizei im Nacken: Nach einem Einbruch im Bezirk Baden endete die Fahrt in Rumänien mit einem umgekippten Transporter. Die Täter entkamen zunächst zu Fuß. Nun sitzen zwei Verdächtige in Österreich in Haft.

Monate nach einem spektakulären Coup im Bezirk Baden klickten für zwei Verdächtige die Handschellen. Am 22. Februar war eine vorerst unbekannte Tätergruppe gegen 3.15 Uhr gewaltsam in ein Motorradfachgeschäft eingebrochen und hatte vier neue Maschinen gestohlen. Der Schaden belief sich auf rund 50.000 Euro.

Die Beute wurde in einem weißen Kastenwagen über Ungarn Richtung Rumänien transportiert. Doch Experten des Landeskriminalamts Niederösterreich forschten das Fahrzeug rasch aus. Gemeinsam mit ungarischen und rumänischen Kollegen konnten sie die Fluchtroute nachvollziehen.

Bei Anhalteversuch aufs Gas gestiegen
Gegen 10 Uhr sichteten ungarische Polizisten den Wagen im Grenzbereich zu Rumänien. Als sie ihn stoppen wollten, beschleunigte der Lenker und flüchtete über die nächste Autobahnabfahrt. Auf rumänischem Staatsgebiet kippte der Transporter um. Die Täter ließen das Fahrzeug zurück und liefen zu Fuß weiter.

Im Laderaum fanden die Beamten die vier gestohlenen Motorräder und stellten sie sicher. Spuren aus dem Geschäft und dem Fluchtwagen führten die Ermittler zu zwei rumänischen Staatsbürgern im Alter von 21 und 25 Jahren. Nach beiden wurde mit Europäischen Haftbefehlen der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt gefahndet.

In Italien und Rumänien gefasst
Am 1. September wurde der jüngere Beschuldigte in Italien festgenommen, am 14. September der 25-Jährige in Rumänien. Mittlerweile wurden beide nach Österreich ausgeliefert. Bei den Einvernahmen verweigerten sie die Aussage. Auf Anordnung der Staatsanwaltschaft wurden sie in die Justizanstalt Wiener Neustadt eingeliefert. Die sichergestellten Motorräder befinden sich hingegen weiterhin in Rumänien und wurden dem geschädigten Betrieb bisher nicht zurückgegeben.

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