Teuerung bleibt hoch

IWF prognostiziert kaum Wirtschaftswachstum

Wirtschaft
13.10.2026 10:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat für Österreich in diesem Jahr ein Wirtschaftswachstum von 0,6 Prozent prognostiziert. Im kommenden Jahr sollen es 0,9 Prozent sein. Damit liegt Österreich deutlich unter der Weltwirtschaft: Diese wird laut der Prognose um 3,1 (2026) und 3,4 Prozent (2027) wachsen.

Zwar belasteten hohe Energiepreise die Weltwirtschaft, gleichzeitig stützten aber hohe Investitionen in Künstliche Intelligenz (KI) die Wirtschaft, teilte der IWF mit. Der Währungsfonds rechnet mit einem deutlich höheren Wachstum in Indien, den USA, China und Deutschland. Auch Irland und Spanien würden wohl hohe Raten verzeichnen. Getrieben werde das Wirtschaftswachstum vor allem von schuldenfinanzierten Investitionen des Staats und von Exporten, hieß es. In den Vereinigten Staaten sind demnach etwa der private Konsum, die hohen Staatsausgaben und Technologieinvestitionen verantwortlich. Sowohl dort als auch in China ist zudem der Anteil des Handels mit KI-Hardware gestiegen.

Insgesamt werden 95 Prozent des weltweiten Wirtschaftswachstums von nur 32 Ländern getragen, im April waren es noch 54 Staaten. Die Weltwirtschaft habe sich im Jahresverlauf bisher besser geschlagen als gedacht, teilte der IWF am Dienstag mit. Als Risiken führte der Währungsfonds die Kriege im Iran und in der Ukraine, Handelsstreitigkeiten und schwankungsanfällige Energiepreise an. Die Verschuldung sei in großen Ländern hoch und steige weiter an.

So soll sich das Wirtschaftswachstum in den kommenden Jahren entwickeln:

Das Balkendiagramm zeigt die IWF-Prognose für das reale Wirtschaftswachstum von 2025 bis 2027 für die Welt und ausgewählte Länder. Indien hat mit Werten zwischen 7,8 % und 7,0 % das höchste Wachstum. China fällt von 5,0 % auf 4,0 %. Die Weltwirtschaft liegt zwischen 3,1 % und 3,5 %. Deutschland, Österreich, Frankreich und Italien bleiben unter 1,5 %. Quelle: IWF.
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Bei der weltweiten Prognose von 3,4 Prozent (für 2027) wird davon ausgegangen, dass sich die Lage im Nahen Osten wieder normalisiert. Für 2028 bis 2031 rechnet der IWF mit einem durschnittlichen Wirtschaftswachstum von 3,2 Prozent pro Jahr. Für Österreich sind für heuer 0,6 Prozent und für kommendes Jahr 0,9 Prozent prognostiziert. Die Teuerung bleibe hoch, hieß es. Die Inflationsrate soll laut den Ökonominnen und Ökonomen im laufenden Jahr 3,1 Prozent betragen und 2027 auf 3,3 Prozent steigen.

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