Großer Spalt im Berg

Hochvogel: In den Alpen droht massiver Felssturz

Österreich
12.10.2026 18:13
Porträt von krone.at
Von krone.at

Schon seit zwölf Jahren beobachten Forscher der TU München, wie sich der Hochvogel verändert. Durch den Gipfel des Berges an der Grenze zwischen Deutschland und Tirol zieht sich ein großer Spalt. Es droht ein massiver Felssturz: Im schlimmsten Fall könnte bis zu einer Million Tonnen Gestein abbrechen.

Rund 2000 Kubikmeter Gestein sind bereits im Juni am Hochvogel in den Allgäuer Alpen abgestürzt. Jetzt erwarten Forscher einen weiteren großen Steinbruch mit bis zu 400.000 Kubikmetern. Der Gipfel droht, auseinanderzubrechen. Ein Spalt, der seit dem 19. Jahrhundert besteht, ist mittlerweile mehrere Meter breit.

Risse im Berg werden immer größer
Über 30 Sensoren vermessen Bewegungen des Berges ganz genau. Die Aufzeichnungen veranlassen die Forscher nun zur Sorge. Besonders ein Riss an der Südwestkante zeigt große Bewegungen auf.

Klimawandel verstärkt Gefahr von Felsstürzen
Grund für die starken Veränderungen auf dem Berg könnten laut Forschern die Witterungsbedingungen sein. Am Hochvogel kam es zuletzt häufig zu heftigen Niederschlägen und Gewittern, wie „Deutschlandfunk“ berichtete. Durch den Klimawandel könnten Extremwetterereignisse – und damit auch Felsstürze – immer wahrscheinlicher werden.

Ausstieg von österreichischer Seite gesperrt
Der Hochvogel liegt ziemlich genau an der Grenze zwischen Deutschland und Tirol in Österreich. Er liegt in den Allgäuer Hochalpen und ist 2592 Meter hoch. Von der österreichischen Seite ist der Hochvogel schon lange gesperrt: Seit 2014 darf der Bäumenheimer Weg aus dem Tiroler Hornbachtal nicht mehr genutzt werden. Von der deutschen Seite aus ist der Aufstieg allerdings noch immer möglich. 

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