Online-Beiträge, die nur darauf ausgelegt sind, Wut und Auseinandersetzungen zu erzeugen – oder einfach „Ragebait“. Der Begriff ist nun zum Jugendwort des Jahres 2026 gewählt worden.
Bei einer Online-Abstimmung des Langenscheidt-Verlags schaffte es „Ragebait“ auf den ersten Platz – vor „Peak“ und „Crashout“. Das verkündete der Verlag auf der Frankfurter Buchmesse. In der Endauswahl standen auch nur diese drei Begriffe.
Pons Langenscheidt zufolge haben sich rund eine Million Jugendliche an dem Voting beteiligt. „Ragebait“ erhielt demnach 36,5 Prozent der Stimmen, knapp dahinter erreichte „Peak“ 33,8 Prozent und mit 29,7 Prozent landete „Crashout auf dem dritten Platz.
Eine Million Personen stimmten ab
„Ragebait“ folgte damit auf „das crazy“, das im vergangenen Jahr Jugendwort des Jahres geworden war. „Das crazy“ wird verwendet, wenn jemand nicht weiß, was er sagen soll, keine Lust hat zu antworten oder einfach höflich bleiben will, um das Gespräch am Laufen zu halten. Es ist vergleichbar mit „okay“ oder „aha, cool“.
Gewählt wird das Jugendwort des Jahres in einer anonymen Online-Abstimmung von Elf- bis 20-Jährigen. Ob das Alter wahrheitsgemäß angegeben wird, überprüft der Verlag nicht.
Das Ergebnis kam für aufmerksame Beobachter wenig überraschend. Bereits am Freitag war ein Video mit Nachrichtensprecherin Susanne Daubner, die das Jugendwort des Jahres traditionell verkündet, auf den Social-Media-Kanälen der „Tagesschau“ aufgetaucht.
Darin machte die 65-jährige Moderatorin zunächst den Eindruck, wieder das Jugendwort erklären zu wollen, bevor sie plötzlich stoppte und einräumte, sich im Datum geirrt zu haben. „Sorry Leute, ich komme morgen nochmal, aber vielleicht wisst ihr es ja jetzt schon.“ Eine echte „Ragebait Queen“ ...
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