Sa, 18. August 2018

Anwalt griff durch

26.12.2014 11:41

Erdogan kritisiert: Schüler in Türkei wieder frei

In der Türkei ist ein Schüler zwei Tage nach seiner Festnahme wegen Präsidentenbeleidigung wieder freigelassen worden. Medien berichteten am Freitag, die Justiz habe mit der Freilassung des 16-Jährigen auf eine Beschwerde von dessen Anwälten reagiert.

Der Jugendliche war am Mittwoch in der zentralen Stadt Konya festgenommen worden, weil er auf einer Kundgebung Präsident Recep Tayyip Erdogan und dessen Partei AKP Korruption vorgeworfen hatte. Es war das erste Mal, dass ein Minderjähriger in der Türkei wegen Präsidentenbeleidigung inhaftiert wurde. Die Opposition warf der islamisch-konservativen Regierung daraufhin vor, in faschistische Methoden abzugleiten. Auch in sozialen Netzwerken im Internet machte sich Empörung breit.

Den Berichten zufolge ist der Jugendliche Mitglied einer linken Gruppierung und äußerte sich am Mittwoch bei einer Kundgebung zum Gedenken an einen im Jahr 1930 von Islamisten getöteten jungen laizistischen Grundschullehrer. Er wurde am Abend festgenommen, einem Richter vorgeführt, angezeigt und ins Gefängnis gebracht.

Erdogan nach Korruptionsskandal unter Druck
Vor rund einem Jahr hatte die türkische Staatsanwaltschaft umfassende Ermittlungen zu einem Korruptionsskandal im Umfeld Erdogans, der damals noch Ministerpräsident war, eingeleitet. Tausende Polizisten und Staatsanwälte wurden seitdem versetzt oder entlassen. Alle eingeleiteten Korruptionsverfahren gegen Getreue Erdogans wurden eingestellt.

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