Für Generationen von Linzern war der Maximarkt am Bäckermühlweg weit mehr als ein gewöhnlicher Supermarkt. Nach zwei Jahren Umbau und einer Investition von 35 Millionen Euro präsentiert sich das 1969 eröffnete Traditionsgeschäft nun völlig neu. Was sich verändert hat, welche Besonderheiten auf die Kunden warten und warum der traditionsreiche Name bleibt.
Wer in den 80er- oder 90er-Jahren im Linzer Süden aufgewachsen ist, für den war der Maximarkt weit mehr als ein gewöhnlicher Supermarkt. Das 1969 eröffnete Kaufhaus am Bäckermühlweg war eine kleine Einkaufswelt für sich. Ein Geschäft, in dem es gefühlt alles gab und das über Jahrzehnte seinen ganz besonderen Charme versprühte. Für viele Linzer hängen daran bis heute Erinnerungen.
Durch die Kindheit begleitet
Einer von ihnen ist Horst Werner. „Es war immer was ganz Besonderes für mich, der Maximarkt hat mich quasi durch meine Kindheit begleitet“, erzählt der Pensionist lachend der „Krone“. Umso mehr freut er sich, dass das traditionsreiche Kaufhaus jetzt in neuem Glanz erstrahlt. Nach rund zwei Jahren Umbau und einer Investition von 35 Millionen Euro wird am Freitag die große Gesamteröffnung gefeiert. „Mit der Modernisierung des Maximarkts Linz verbinden wir die lange Tradition unseres Familienmarktes mit einem zeitgemäßen Einkaufserlebnis“, sagt Geschäftsführer Thomas Schrenk.
Backstube und „Rauchkuchl“
Und das ist durchaus wörtlich zu nehmen: Auf mehr als 4200 Quadratmetern warten nun rund 55.000 Produkte. Herzstück ist die neue, 200 Quadratmeter große Backstube, in der täglich mehr als 140 Gebäck- und Mehlspeisenspezialitäten entstehen. Eine Besonderheit ist die erste „maxi.rauchkuchl“, in der Fleisch und Fisch direkt vor den Augen der Kunden geräuchert werden. Dazu kommen das modernisierte Restaurant, sechs Selbstbedienungskassen und 30.000 digitale Preisschilder.
Traditionsreicher Name wird beibehalten
Dass auf dem Gebäude nach wie vor Maximarkt und nicht etwa Interspar steht, ist übrigens kein Zufall. Obwohl die Handelskette bereits seit 2002 zum Spar-Konzern gehört, wurde der traditionsreiche Name beibehalten. Ursprünglich musste die Eigenständigkeit laut INTERSPAR-Österreich-Geschäftsführer Johannes Holzleitner aus wettbewerbsrechtlichen Gründen fünf Jahre lang erhalten bleiben. Doch warum hat man den Namen danach nicht geändert?
„Maximarkt ist in der Region verwurzelt“
„Der Maximarkt hat etwas ganz Besonderes“, erklärt Holzleitner auf Nachfrage der „Krone“. Er verweist auf die starke regionale Verwurzelung und das familiäre Verhältnis zwischen Kunden und Mitarbeitern. Außerdem könne Maximarkt manches sogar besser als Interspar, etwa beim Verkauf von Großmengen oder bei den traditionellen Einkellerungsaktionen.
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