Die Linzer Finanzen sind schwer unter Druck, im Rathaus wird nach Lösungen gesucht. Finanzstadtrat Thomas Gegenhuber legt nun einen überraschend konkreten Vorschlag vor: Ein bekanntes Haus in bester Innenstadtlage soll künftig völlig anders genutzt werden.
Während im Rathaus in den kommenden Tagen und Wochen nach Einsparungsmöglichkeiten gesucht wird, legt SP-Finanzstadtrat Thomas Gegenhuber nun einen konkreten Vorschlag auf den Tisch. Er will den Atelierbetrieb des Salzamts in die Tabakfabrik verlegen. Das soll der klammen Stadtkasse rund 200.000 Euro pro Jahr ersparen. „Wir könnten Synergien im künstlerischen Bereich nutzen, den Kreativstandort Tabakfabrik stärken und neue Möglichkeiten für das historische Salzamt schaffen“, erklärt Gegenhuber sein Ansinnen im Gespräch mit der „Krone“.
Neun Ateliers seit 2009
Seit 2009 beherbergt das Salzamt neun Ateliers, fünf davon für internationale Stipendiaten, vier für Künstler aus Linz und Oberösterreich. Dazu kommt ein 170 Quadratmetet großer Ausstellungssaal. Geht es nach Gegenhuber, könnte dieser Atelierbetrieb künftig in der Tabakfabrik stattfinden.
„Bündelung eröffnet neue Möglichkeiten“
Dort ist die Kunst längst angekommen: Neben bestehenden Ateliers befinden sich unter anderem das Schaudepot des Nordico und die Kunstuniversität auf dem Areal. Weil die Ateliers bereits voll ausgelastet sind, werden seit Anfang des Jahres zusätzliche Räume für Künstler geplant. „Die Bündelung der künstlerischen und kreativen Arbeit in der Tabakfabrik eröffnet auch neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen Künstlern und Kreativwirtschaft“, argumentiert Gegenhuber.
Ideen für Nachnutzung gibt es bereits
Kunstuniversität, Unternehmen und Ateliers seien bereits vor Ort. „Da liegt es nahe, das mit dem Potenzial des Salzamts zusammenzuführen.“ Ideen für die Nachnutzung gibt es bereits. Denkbar wären etwa Wohnungen für internationale Fachkräfte oder Gastprofessoren der Hochschulen. Fix ist noch nichts. „Für die Neunutzung gibt es einige Möglichkeiten. Darüber wollen wir ohne Scheuklappen nachdenken, auch in Abstimmung mit den städtischen Entwicklungskonzepten“, so Gegenhuber.
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