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Steiermark: Kopftuch-Streik sorgt für viel Kritik

Steiermark
09.10.2026 07:00
Porträt von Steirerkrone
Von Steirerkrone

Der für Freitag angesetzte Streik gegen das Kopftuchverbot in Schulen sorgte bereits im Vorfeld für Zündstoff: Die Bildungsdirektion Steiermark stellte in einem Rundschreiben klar, dass die Teilnahme an der Demo während des Unterrichts nicht gestattet ist. In Graz wurden 350 Teilnehmer angemeldet.

Auf wenig Gegenliebe stößt der für heute, Freitag, angesetzte Streik gegen das Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren in der Steiermark. So verschickte etwa die Bildungsdirektion eine „Klarstellung“ an die Bildungseinrichtungen, wonach Schülerinnen und Schüler per Gesetz verpflichtet sind, den Unterricht „regelmäßig und pünktlich zu besuchen“. Ein Fernbleiben sei nur bei einer „gerechtfertigten Verhinderung“ zulässig – die Teilnahme an einer Demonstration falle nicht darunter.

Politische Abfuhr
Auch Bildungslandesrat Stefan Hermann (FPÖ) meldete sich am Donnerstag in der heiklen Causa zu Wort. „Schulen sind Orte des Lernens und der freien Meinungsbildung – sie dürfen nicht zu Schauplätzen politischer Indoktrination oder zur Rekrutierungsplattform für politische Organisation werden“, betonte er.

Wie berichtet, rufen unter anderem die Sozialistische Jugend und die Revolutionäre Kommunistische Partei (RKP) bundesweit zu Protesten gegen das Kopftuchverbot auf. In Graz ist die Kundgebung von 8 bis 12 Uhr angesetzt. Der Demonstrationszug führt vom Lendplatz bis zum Karmeliterplatz. „Bei uns wurden 350 erwartete Teilnehmer gemeldet“, heißt es seitens der Landespolizeidirektion Steiermark auf „Krone“-Anfrage.

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