Parkplätze werden in Graz immer knapper. Anrainerparkplätze sollen jetzt zumindest tagsüber für die Allgemeinheit „geöffnet“ werden, so die Idee der Volkspartei.
Das Parken in Graz ist eine unendliche Geschichte – zumindest die Aufregung darüber. Gerade ließ die Ankündigung von Finanzstadtrat Manfred Eber (KPÖ) die Wogen hochgehen, dass die Tarife in der Kurzparkzone ab nächstem Jahr (neuerlich) angezogen werden. Für Wirbel sorgen auch immer wieder fehlende Stellplätze. Verschärft wird dies durch die stetige Ausweitung des Anrainerparkens – was auf der anderen Seite natürlich für die Bewohner eine enorme Erleichterung darstellt.
„Kein Angriff auf Anrainerparken“
Dies sieht man auch bei der Volkspartei so. Allerdings fordert Stadtparteichef Kurt Hohensinner nun, dass Anrainerparkplätze an Werktagen während bestimmter Tageszeiten der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt werden. „Unser Vorschlag ist kein Angriff auf das Anrainerparken. Dort, wo am Abend und in der Nacht hoher Parkdruck herrscht, sollen die Bewohner weiter Vorrang haben.“ Tagsüber würden aber viele Parkplätze leer stehen.
Hohensinner fordert deshalb, dass Verkehrsreferentin Judith Schwentner (Grüne) nun die versprochene Evaluierung des Anrainerparkens durchführt. Auch die Auswirkungen auf umliegende Ordinationen und Betriebe sowie die Nutzung naher Blauer Zonen sollen dabei untersucht werden.
„Schutz für die Anrainer dann, wenn sie ihn brauchen, und gleichzeitig ausreichend Erreichbarkeit für Ärzte, Patienten, Handwerker und Wirtschaft während des Tages“, fordert Hohensinner.
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