Zu wenig neue Bäume?

Laut Grüne ist Renaturierung in Baden abgesagt

Niederösterreich
08.10.2026 12:00

Mehr Bäume, weniger Asphalt – darüber herrscht in Baden grundsätzlich Einigkeit. Gestritten wird aber darüber, wie die Stadt neue EU-Vorgaben umsetzen soll. Entsiegelung sei in einer Stadt wie Baden gerade in Zeiten großer Hitze mehr als dringend. 

Und dazu wollen die Grünen das Land Niederösterreich stärker in die Pflicht nehmen. Ein entsprechender Dringlichkeitsantrag zu den neuen EU-Renaturierungsvorgaben wurde bei der vergangenen Gemeinderatssitzung jedoch von ÖVP, SPÖ und „Wir Badener“ abgelehnt.

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So schlecht kann es der Regierung in Baden nicht gehen, wenn sie auf Unterstützung vom Land verzichten können. 

Grüne Umweltgemeinderätin Helga Krismer

„Angesichts zunehmender Sommerhitze und Trockenheit können wir uns kein Zaudern leisten. Auf eine helfende Hand vom Land zu verzichten, ist teurer Großmut“, zeigt sie sich die grüne Umweltgemeinderätin Helga Krismer enttäuscht. „Es ging schlicht darum, vom Land NÖ rechtzeitig einheitliche Daten, Leitfäden und Förderungen für Baumkataster und Entsiegelungen einzufordern, statt die Gemeinde allein auf den Kosten und Aufgaben sitzenzulassen.

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Wir setzen schon jetzt auf mehr Grün im öffentlichen Raum, auf Baumpflanzungen und dort, wo es sinnvoll und möglich ist, auf Entsiegelung.

ÖVP-Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli

Wichtige Fragen dazu sind noch offen
ÖVP-Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli rechtfertigt sich: „Dass Baumschutz, Begrünung und Entsiegelung für Baden wichtige Themen sind, steht außer Frage. Die Ablehnung dieses konkreten Antrags bedeutet daher keineswegs, dass wir auf Unterstützung verzichten oder in diesem Bereich untätig sind.“ Vielmehr seien bei der Umsetzung der EU-Verordnung noch wichtige Fragen offen – etwa wie die Maßnahmen finanziert werden und welche konkreten Vorgaben letztlich für die Gemeinden gelten.

Und: „Selbstverständlich werden wir auch bestehende Fördermöglichkeiten nutzen, wenn sie für Baden sinnvoll einsetzbar sind“, so die Stadtchefin. 

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