So manch einer hat eine solche Nachricht via WhatsApp schon erhalten – jetzt warnt die Salzburger Polizei vor der neuen Betrugsmasche. Unbekannte versenden Nachrichten, wo sie um die Teilnahme an einem vermeintlichen Voting für beispielsweise junge Tänzerinnen bitten. Dahinter steckt aber eine Betrugsmasche ...
Die Landespolizeidirektion Salzburg hat am Donnerstag vor einer Betrugsmasche mit WhatsApp-Nachrichten gewarnt. Derzeit würden darin Kriminelle zur Teilnahme an einem vermeintlichen Tanz-Voting auffordern. Ziel der Täter sei die Übernahme weiterer WhatsApp-Konten. „Die gekaperten Accounts werden anschließend für weitere Betrugs- und Phishingversuche verwendet.“
Die betrügerische Nachricht erweckt laut Polizei den Eindruck, von einer tatsächlich bekannten Person zu stammen. Die Täter versenden Nachrichten über bereits übernommene WhatsApp-Konten und bitten die Empfänger, für eine junge Tänzerin abzustimmen.
Über einen Link gelangen die Betroffenen auf eine gefälschte Voting-Plattform. Für die vermeintliche Stimmabgabe sollen sie ihre Telefonnummer eingeben. Anschließend werden sie aufgefordert, einen erhaltenen Bestätigungscode einzugeben oder einen QR-Code zu scannen.
„Dabei handelt es sich nicht um eine notwendige Verifizierung für das Voting. Die Täter versuchen vielmehr, die Kontrolle über das WhatsApp-Konto des Opfers zu übernehmen“, warnt die Polizei. Nach erfolgreicher Kontoübernahme kontaktieren die Täter die gespeicherten WhatsApp-Kontakte. Dabei können unterschiedliche Betrugsmaschen zum Einsatz kommen.
Danach folgen Geldforderungen
„In aktuellen Fällen wurden beispielsweise Nachrichten versendet, in denen um die kurzfristige Überweisung von mehreren hundert Euro gebeten wurde“, hieß es in dem Polizeibericht. Als Begründung wurde eine angeblich dringend zu bezahlende Zahnarztrechnung genannt. Durch den aufgebauten Zeitdruck soll das Opfer zu einer schnellen Überweisung bewegt werden.
Die Polizei wies darauf hin, dass Geldforderungen über WhatsApp niemals ungeprüft erfüllt werden sollten – auch dann nicht, wenn die Nachricht scheinbar von einer bekannten Person stammt. Es wird dringend empfohlen, keine WhatsApp-Bestätigungscodes weiterzugeben. „Diese Codes sind ausschließlich für die eigene Anmeldung beziehungsweise Verifizierung bestimmt.“
Bei ungewöhnlichen Geldforderungen soll man die betreffende Person über einen anderen Kommunikationsweg kontaktieren und die Anfrage überprüfen. Bei einem erfolgten oder versuchten Betrug soll man Anzeige bei der Polizei erstatten.
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