
Neuer Schwung kommt in Klosterneuburg in die Pläne zur Verbauung des Pionierviertels – wie das ehemalige Areal der aufgelassenen Mageburg-Kaserner – genannt wird. Bürgermeister Christoph Kaufmann und sein Team präsentierten eine „Zukunftsvision“-
Seit 2014 wird die Gestaltung des „Pionierviertels“ in Klosterneuburg diskutiert. Das Gelände soll zu einer neuen Heimat für Bildung, Wohnen, Forschung und Wirtschaft und auch für die Sicherheit in der Stadtgemeinde werden. Gleichzeitig wolle man ein Abwandern der Jugend verhindern. Bürgermeister Christoph Kaufmann, Vize-Stadtchefin Maria Theresia und zwei Stadträte präsentierten kürzlich die Zukunftsvision.
„Wichtiger Schritt in die Zukunft“
„Ich habe heute das Privileg, bei einem für Klosterneuburg sehr wichtigen Thema die nächsten Schritte einleiten zu können. Zentrale Vorbereitungen konnten seit 2014 bereits erfolgreich abgeschlossen werden. Ich darf mich auch für die rege Beteiligung engagierter Bürgerinnen und Bürger und viele wertvolle Impulse aus allen politischen Richtungen sehr herzlich bedanken. Jetzt heißt es für uns, das Potenzial des Areals bestmöglich zu heben und die nächsten Schritte gemeinsam einzuleiten, erklärte dazu Bürgermeister Christoph Kaufmann.
Versiegeltes Gelände nutzen
Da das Gelände schon seit Jahrzehnten versiegelt ist, könne man Wohnungen auf dem Areal errichten. Mit einem passenden Hochwasserschutz zur Donau wären die neuen Eigenheime sicher. „Wir wollen das brach liegende Areal nutzen und für nächste Generationen Platz und Chancen bieten, so der ÖVP-Politiker.
Platz für ein Gymnasium
Neben dem möglichen Thema Wohnen ist ein weiteres wichtiges Herzstück des Pionierviertels bereits klar definiert: das Thema Bildung. Zuletzt konnte dafür die Finanzierung des neuen Standortes für das Privatgymnasium durch den Bund und das Land Niederösterreich abgesichert werden. Vizebürgermeisterin Maria Theresia Eder sieht sogar „Platz für einen ganzen Bildungscampus.“ Also auch Raum für eine Mittelschule und die allgemeine Sonderschule.
Moderne Mobilität und Umwelt-Check
Auch moderne Mobilität – und nicht mehr Pkw-Verkehr – soll im Pionierviertel umgesetzt werden. Stadtrat und Stadtentwicklungsvorsitzender Johannes Edtmayer dazu: In unmittelbarer Nachbarschaft haben wir mit dem Bahnhof Weidling bereits einen zentralen und leistungsfähigen Mobilitätsknoten mit einer S‑Bahn‑Station, mit Anschluss an das Regional- und Stadtbus-Netz. Wir haben außerdem den Euro-Velo‑6‑Radweg und eine Anbindung an das städtische Radwege-Netz. Das alles sehe ich als attraktive Voraussetzungen für viel Freiraum für die Menschen.“
Der nächste Schritt ist nun „eine genauere Analyse möglicher Umweltauswirkungen im Zuge einer Einzelfallprüfung nach Umweltverträglichkeitsprüfungs-Gesetz“, die nun beantragt werden soll.
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