Sollen Grand-Slam-Matches künftig kürzer werden, um vor allem ein jüngeres Publikum besser zu erreichen? Carlos Alcaraz hält davon wenig: „Wenn wir das wegnehmen und Best-of-Three spielen, dann töten wir aus meiner Sicht das Vermächtnis der Grand Slams und die Grand Slams selbst.“
Vor dem Start der Japan Open in Tokio wurde der Spanier auf mögliche Änderungen bei den vier Majors angesprochen und fand deutliche Worte. „Wenn wir das wegnehmen und Best-of-Three spielen, dann töten wir aus meiner Sicht das Vermächtnis der Grand Slams und die Grand Slams selbst“, sagte Alcaraz. Für den Weltranglistenersten gehören die Fünf-Satz-Matches bei den Männern untrennbar zu den größten Turnieren des Jahres. Sie seien es, die Grand Slams für ihn „anders und speziell“ machen. Entsprechend würde Alcaraz an diesem Format nichts verändern.
Debatte durch Tennis-Australia-Chef
Ausgelöst worden war die Diskussion durch Andrew Abdo, den neuen Chef von Tennis Australia. Bei einer Konferenz hatte er angedeutet, dass bei Grand Slams künftig – abhängig von der jeweiligen Turnierrunde – auch kürzere Matchformate denkbar seien, um jüngere Zielgruppen anzusprechen. Die Verantwortlichen der Australian Open reagierten wenig später und stellten klar, dass das Fünf-Satz-Tennis in Melbourne „bleiben wird“.
„Ich würde den Kalender ändern“
Alcaraz selbst stand zuletzt mitten in einer Debatte um die Belastungen des Tennis-Kalenders. Sein Viertelfinal-Krimi gegen Ben Shelton bei den US Open endete erst um 3.33 Uhr Ortszeit – so spät wie noch kein Match zuvor in der Turniergeschichte. Die Matchlänge sieht der Spanier dennoch nicht als eigentliches Problem. „Ich würde den Kalender ändern. Ich habe immer gesagt, dass er sich ändern muss. Ein bisschen weniger spielen und nicht diese Menge an Turnieren hintereinander, Woche für Woche. Das würde ich definitiv ändern.“
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