GUTEN MORGEN

Rote Schockstarre | Toter Oktober

Rote Schockstarre. Gerhard Zeiler, eine internationale Persönlichkeit mit Wurzeln in einfachen Ottakringer Verhältnissen und sozialdemokratischer Vergangenheit möchte der SPÖ eine Zukunft geben. Der ewige rote Hoffnungsträger stellt sich erstmals in die Auslage, verkündet, er würde die Partei übernehmen. Und was passiert? Nach außen hin: nichts. Der schwer angezählte Noch-Parteiobmann und Vizekanzler Andreas Babler versucht die Situation als „Gerücht“ kleinzureden, aber Solidaritätsbekundungen für ihn von maßgeblichen Kreisen aus der Partei bleiben aus. Genauso wie laute Unterstützungserklärungen für Gerhard Zeiler. Rote Schockstarre: Das ist das aktuelle Bild der SPÖ.

Toter Oktober. Ja, so ist das Bild der einstigen Kanzlerpartei SPÖ 2026, die in den Umfragen im freien Fall bei nur noch 15 Prozent bereits mit den erstarkenden Grünen um Platz 4 kämpfen muss. Selbst die seit Jahrzehnten im Bund gänzlich bedeutungslosen Kommunisten würden derzeit – und das bei einem besonders linken SPÖ-Chef! – den Roten Wasser abgraben und ins Parlament einziehen. Jetzt aber öffentlich Babler das Vertrauen entziehen – das getrauen sich die Heerscharen seiner innerparteilichen Gegner noch nicht. Zu oft haben sie sich bei Anti-Babler-Aktivitäten schon die Finger verbrannt. „Roter Oktober“ haben Zeiler-Freunde die Aktion, die ihn an die Spitze der Partei hieven soll, getauft. Weil sich nun Freund und Feind in den Schützengräben verschanzen, ist schon vom „toten Oktober“ für die SPÖ die Rede. Das könnte zutreffen, wenn die Partei die Zeiler-Chance auslassen würde.

Kommen Sie gut durch den Montag!

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