Ein mittelschwerer Steig in einem besonders zu dieser Jahreszeit beliebten Ausflugsgebiet an der steirisch-niederösterreichischen Grenze war am Freitag Schauplatz einer groß angelegten Übung der Bergrettung. Es galt, einen Verletzten aus anspruchsvollem Gelände zu bergen.
Die Fuchsloch-Klettertour auf die Rax, Top-Ausflugsziel für Menschen aus der Region, Städter aus Graz und Wien und Gäste aus dem benachbarten Ausland, gilt grundsätzlich als leicht, die gesamte Strecke bis auf den Gipfel als mittelschwer. Doch auch hier lauern für die Retter große Tücken, wenn Alpinisten einmal etwas zustößt. Schon der Anstieg für die Helfer der Bergrettungs-Ortsstellen Mürzzuschlag, Veitsch und Neuberg erfolgte in exponiertem Gelände, bei der Übung wurde ein Seilgeländer eingerichtet.
Für den Transport über den besonders schwierigen Abschnitt, in dem sich laut Übungsszenario das Unglück ereignete, wurde eine sogenannte Dyneema-Seilbahn herangezogen. Damit können Verletzte schonend befördert werden, ohne sie und die Retter unnötigem Steinschlagrisiko auszusetzen. In der Folge wurde die Person bis zur Karreralm gebracht, wo die weitere medizinische Versorgung erfolgte.
Interesse besonders unter jungen Bergrettern groß
Insgesamt waren 31 Bergretter beteiligt. Erfreut waren die Verantwortlichen über das große Interesse vieler junger Mitglieder, für die solche gebietsweiten Übungen „eine wichtige Gelegenheit sind, technische Rettungsverfahren unter realitischen Bedingungen zu trainieren und gleichzeitig von der Erfahrung langjähriger Bergretter zu profitieren“, sagt Andreas Steininger vom Naturpark Mürzer Oberland. Die ortsstellenübergreifende Übung habe einmal mehr gezeigt, dass die Retter in der Region „ein eingespieltes Team“ seien.
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