Wer folgt Ramharter?

Bürgermeisterkandidaten bringen sich in Stellung

Niederösterreich
26.09.2026 11:00

Die Wahl des neuen Bürgermeisters von Leobersdorf wird noch spannend, denn die Suche nach einer Mehrheit und nach gemeinsamen Zielen hat bereits begonnen. Drei Personen könnten um den Bürgermeistersessel rittern. 

Nach der Gemeinderatssitzung in Leobersdorf, Bezirk Baden, am 22. September gab nun Andreas Ramharter von der Partei „Liste Zukunft Leobersdorf“ (LZL) seinen endgültigen Rücktritt bekannt. FPÖ-Vizebürgermeister Christian Pajer übernimmt derweil seine Agenden und für 1. Oktober ist bereits die Wahl des neuen Ortschefs anberaumt.

Wahl könnte spannend werden
Ramharter brachte als seinen Nachfolger bereits Parteikollegen Hermann Weiszbart ins Rennen. Doch für eine Mehrheit bräuchte dieser mindestens 15 Stimmen. Die LZL verfügt aber nur über elf von insgesamt 29 Mandaten. Wer von den anderen Parteien – SPÖ und FPÖ sind jeweils mit drei und die ÖVP mit einem Mandat vertreten – ihn noch wählen wird, ist ungewiss. Weiszbart dazu: „Die LZL hat angekündigt, mich für das Amt des Bürgermeisters vorzuschlagen“. Er habe auch bereits alle Fraktionen zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. „Um herauszufinden, wo wir an einem Strang ziehen können“, erklärt Weiszbart.

Auch Harald Sorger von der Liste „Leobersdorf Jetzt“ stünde bereit ...
Einer, der sich ebenfalls bereits in Stellung bringt, ist Harald Sorger von der Liste „Leobersdorf Jetzt“. Auch diese Partei ist mit elf Mandaten im Gemeinderat vertreten. Aber: „Dazu gehört für mich eine unabhängige externe Prüfung der Gemeindefinanzen und ein gemeinsamer Informationsstand bei Akten und Gutachten, damit es für uns danach kein böses Erwachen gibt“. Und: „Wenn es dafür keine gemeinsame Basis mit den anderen Parteien gibt, werde ich meine Kandidatur noch einmal überdenken“, betont Sorger.

Pajer gab bereits vorige Woche bekannt, dass er für eine Kandidatur bereitstehe. „Jedoch nur, wenn die beide Großparteien nicht antreten“, so Pajer ehrlich. „Denn dann hätte ich keine Chance“. 

Bei Stimmengleichstand könnte Los entscheiden
Besonders spannend könnte es werden, wenn es einen Gleichstand zwischen zwei Kandidaten gibt. „Dann entscheidet entweder das Los oder eine Münze“, erklärt der Vizebürgermeister. 

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