Appelle zum Ausbau

Energie des Windes bläst Klimawandel den Marsch

Niederösterreich
26.09.2026 09:00

Windkraft schützt das Klima und stärkt die Wirtschaft. Da sind sich Wissenschaft, Politik und Aktivisten einig. Bekräftigt wurde das mit einem Appell zum Ausbau der Windkraft in zwei Windparks im Bezirk St. Pölten.

Borkenkäfer, Unwetter, Hochwasser, Dürre: „Die Klimakrise trifft uns mit voller Wucht“, schildert Niki Brunner die Situation in ihrem Heimatort im Waldviertel. Die Aktivistin von „Fridays for Future“ (FFF) bricht mit Gleichgesinnten und Wissenschaftern eine Lanze für den Ausbau der Windenergie.

Windkraft für Energiewende wichtig
Im Schatten eines mehr als 200 Meter hohen Windrades mitten im Wald auf dem Schildberg bei St. Pölten räumen Franz Essl, Wissenschafter des Jahres 2022, und Energieforscher Max Nutz von „Scientists for Future“, der einen Faktencheck zur Windkraft erstellt hat, mit Vorurteilen auf. „Nicht die Windräder gefährden den Wald, sondern der Klimawandel“, erklärt Essl, der auch überzeugt ist: „Windkraft und Vogelschutz können Hand in Hand gehen.“ Und Nutz betont: „Ohne Windkraft ist die Energiewende nicht möglich.“

Essl, Brunner, Kesselring und Nutz (v. li.) treten für Ausbau der Windkraft ein.
Essl, Brunner, Kesselring und Nutz (v. li.) treten für Ausbau der Windkraft ein.(Bild: Attila Molnar)

Proteste auch FÜR Windräder
Dass Anrainer nicht immer gegen Windräder protestieren, zeigt Alex Kesselring. Er tritt mit der Bürgerinitiative „Traismauer im Aufwind“ für die Errichtung eines Windparks in seiner Heimatstadt ein: „Gegen den Klimawandel, für Versorgungssicherheit.“

Repowering bringt mehr Strom
Letztere sieht auch Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer als wichtiges Argument für den Ausbau der Windkraft: „Je mehr günstigen Strom wir selbst erzeugen, umso unabhängiger werden wir.“ Ein Weg dazu ist Repowering. Davon überzeugte sich der Minister mit Umweltlandesrat Stephan Pernkopf in Großsierning.

Minister Hattmanndorfer (M.) mit Landesrat Pernkopf (re.) und EVN-Vorstand Stallinger in ...
Minister Hattmanndorfer (M.) mit Landesrat Pernkopf (re.) und EVN-Vorstand Stallinger in Großsierning.(Bild: NLK Burchhart)

NÖ ist das „Windstromland“
Dort wird eine bestehende Anlage modernisiert. Künftig erzeugen sechs leistungsstärkere Windräder mehr Strom als bisher zehn. 22.000 Haushalte können dann mit Energie versorgt werden, zuvor waren es nur 8000. Pernkopf betont, dass bereits 58,6 Prozent der gesamten Windstromerzeugung Österreichs aus Niederösterreich stammen.

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