Die Grünen fordern standardisierten Hitzeschutz für öffentliche Gebäude in Form eines Klimaausweises. Im niederösterreichischen Landtag lässt sie die schwarz-blaue Mehrheit damit aber wohl abblitzen.
Einen Vorgeschmack auf künftige Hitzewellen hat der heurige Sommer wohl ausreichend geboten. Allerdings: Der Landeskoalition aus ÖVP und FPÖ in Niederösterreich waren mehr als 40 Grad Celsius aber offenbar noch nicht heiß genug.
Handlungsbedarf geortet
Das zeigt sich in der Diskussion um die Hitzevorsorge in öffentlichen Gebäuden. „Eine Anfrage von uns hat zutage gebracht, dass es keine Hitzeschutzbestimmungen für Landeseinrichtungen gibt“, erklärt im Vorfeld der Landtagssitzung Helga Krismer. Die Klubobfrau der Grünen sieht diesbezüglich vor allem bei Spitälern, Pflegeheimen, Schulen und Kindergärten akuten Handlungsbedarf.
Hitzeschutz als Pflicht
Daher beantragt die Öko-Fraktion in der heutigen Landtagssitzung einen Klimaausweis für öffentliche Gebäude in Niederösterreich. „Wie der Energieausweis die energetische Qualität eines Hauses darstellt, soll der Klimaausweis den Schutz vor sommerlicher Überhitzung dokumentieren“, erklärt Krismer. Zudem fordern die Grünen die Festlegung einer maximal zulässigen Raumtemperatur für Einrichtungen des Landes.
Der Klimaausweis würde zeigen, wie gut ein öffentliches Gebäude auf Hitze vorbereitet ist, welche Maßnahmen vorhanden und welche Verbesserungen notwendig sind.

Helga Krimser, Klubobfrau der Greünen in NÖ
Bild: Christoph Weisgram
„Antrag wird abgelehnt“
Bei der schwarz-blauen Mehrheit stoßen Krismer & Co. mit dem Antrag auf Einführung eines Klimaausweises für öffentliche Gebäude aber auf taube Ohren. Denn der zuständige Wirtschaftsausschuss empfiehlt dem Landtag für die Abstimmung in der Sitzung: „Der Antrag wird abgelehnt!“
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