17-Jährige gefunden

Junge Wanderer gerettet, weil sie Zeit übersahen

Oberösterreich
21.09.2026 09:00
Porträt von Krone Oberösterreich
Von Krone Oberösterreich

Zwei 17-Jährige waren zwar gegen 5 Uhr losmarschiert, hatten aber erst gegen 18 Uhr mit dem Abstieg begonnen. Dabei gerieten sie in die Dunkelheit, verstiegen sich, und schließlich gaben auch ihre Mobiltelefone den Geist auf. Erst gegen 0.40 Uhr wurden beide von der Bergrettung gefunden – zum Glück unverletzt.

Zwei junge Wanderer hatten am Sonntag gehörig die Zeit für den Abstieg übersehen. Ein 17-Jähriger aus Grünau im Almtal und eine 17-Jährige aus Gschwandt unternahmen am Sonntag gemeinsam eine Wanderung im Toten Gebirge. Sie starteten die Tour um 5 Uhr morgens beim Seehaus am Almsee in Grünau im Almtal und gingen über den Sepp-Huber-Steig zur Pühringerhütte, welche sie gegen 11 Uhr erreichten.

Vater mahnte zu Eile
Nachdem die beiden den Tag in der Umgebung der Hütte verbrachten und dabei die Zeit laut eigenen Angaben ein wenig übersehen hätten, stiegen sie erst gegen 18 Uhr wieder in Richtung Ausgangspunkt ab. Dabei hatte der 17-Jährige mehrmals mit seinem Vater telefoniert, welcher ihm wiederholt erklärte, dass es um 19.30 Uhr finster werden würde und sie sich beeilen sollten. Trotzdem war es zu spät, und die beiden kamen in die Finsternis.

Akkus wurden leer
Dann quittierte auch die Technik ihren Dienst: Eine mitgeführte Stirnlampe hatte keinen Akku mehr, weshalb die beiden ihre Handytaschenlampen verwendeten. Gegen 23 Uhr rief der 17-Jährige seinen Vater noch einmal an, und Vater teilte ihm mit, dass sie sich verstiegen hätten und nicht mehr weiter könnten. Den genauen Standort konnte der junge Mann aber nicht nennen – und dann war auch der Akku des Handys leer.

Vater setzte Notruf ab
Aufgrund der aussichtslosen Situation setzte der Vater des 17-Jährigen einen Notruf bei der Polizei ab, wodurch der Rettungseinsatz in Gang gesetzt wurde. Aufgrund des windigen Regenwetters konnte der Polizeihubschrauber nicht aufsteigen, also machte sich eine Rettungsmannschaft auf den Weg ins Zielgebiet rund um den Sepp-Huber-Steig in der „Röll“. Im unteren Bereich dieses Steigs wurden die beiden 17-Jährigen gegen 00.40 Uhr auf einer Seehöhe von etwa 850 Meter schließlich unverletzt angetroffen.

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